Die Stationierung des A380 und der Bau der Wartungshalle mit den dazugehörigen Erweiterungsmaßnahmen sind aus Sicht der Hessischen IHKs zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Frankfurter Flughafens unverzichtbar. Der Flughafen Frankfurt Main muss sich wegen seiner wettbewerblichen Position dieser Herausforderung stellen. Wird dies in Frankfurt nicht möglich sein, so erfolgt der Bau an einem anderen Standort. Damit würde der Frankfurter Flughafen als zentrale europäische Drehscheibe sowie als wesentliche Infrastruktureinrichtung für die Rhein-Main-Region in Frage gestellt. Durch den Bau des neuen Werftbereichs wird der Betrieb des Flughafens Frankfurt Main attraktiver und leistungsfähiger. Es werden nicht nur bestehende Arbeitsplätze in der Region FrankfurtRheinMain erhalten, sondern auch neue geschaffen.
Die IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen appelliert an die Regionalversammlung, die bereits gegebene Zustimmung zum dem Vorhaben noch einmal zu bestätigen und damit den Bau der Wartungshalle zu ermöglichen.
Die Regionalversammlung hat bereits im Dezember 2003 ihre Zustimmung für die Abweichung vom Regionalplan Südhessen 2000 gegeben. Durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel, das den Regionalplan für nichtig erklärte, muss erneut die Zustimmung der Regionalversammlung für das Vorhaben eingeholt werden.
Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens „A380-Werft“ hat die Fraport AG – gemäß § 12 HLPG – den Antrag gestellt, eine Abweichung vom neu genehmigten Regionalplan Südhessen 2000 zuzulassen. Die Arbeitsgemeinschaft begrüßt, dass die Fraport AG aufgrund der Anregungen aus dem Erörterungstermin die Pläne für das Vorhaben so verändert hat, dass deutlich weniger Wald gerodet werden muss. Obwohl dies betriebswirtschaftlich gesehen nicht optimal ist, wird auf ein ursprünglich für die Beschäftigten im südlichen Wartungsbereich des Flughafens vorgesehenes Parkhaus verzichtet. Ein neuer Standort für das Tor 31 direkt an der Westseite des Werftgeländes wurde festgelegt und der Verlauf der Okriftler Straße optimiert. Dies führt nicht nur zu einer deutlichen Reduzierung des Flächenverbrauchs, sondern bewirkt auch eine Schonung der Eichenwälder und reduziert die Verinselung von Waldflächen auf ein Minimum. Mit dieser optimierten Planung wird auf Umweltschutzbelange noch mehr Rücksicht genommen.
IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen
Pressestelle