Industrie schwer gebeutelt: IHKs fordern Bekenntnis zum Standort Hessen
Pressemeldung der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen vom 24.06.2009.
24.06.2009: „Die Wirtschaftskrise hat tiefe Kerben in die hessische Industrielandschaft geschnitten, doch der übermächtige Problemdruck hat offenbar wenigstens aufgehört, noch immer stärker zu werden. Wenn es überhaupt eine gute Nachricht gibt, so ist es die, dass sich der Negativtrend ein wenig verlangsamt hat“, fasst Alfred Clouth, Präsident der IHK Offenbach, die aktuelle Stimmung der hessischen Industrieunternehmen zusammen.
Die zehn hessischen IHKs haben im Frühsommer eine Umfrage unter 4.000 Mitgliedsunternehmen durchgeführt und die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung abgefragt. Der Geschäftsklimaindikator der hessischen Industrieunternehmen sinkt zum sechsten Mal in Folge auf 59 Zähler. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahresanfang 2009 von rund vier Punkten (zuvor 62,9).
Das Stimmungsbarometer der Industrieunternehmen hat sich seit Jahresbeginn 2008 mehr als halbiert. Dies liegt vor allem an der Lagebeurteilung. Auftragseingänge der Unternehmen und Umsätze waren in den ersten Monaten des Jahres rückläufig. Besonders die Zuliefererindustrie und Hersteller von Konsumgütern verzeichnen einen massiven Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland. Die schwache Nachfrage und die gesunkenen Rohölpreise führen in vielen Bereichen wie der Chemie, den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren oder den Druckereien zu sinkenden Preisen. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich leicht verbessert. Unternehmer signalisieren, dass der Abschwung in der Industrie einen Bodensatz erreicht haben könnte.
Bezüglich der Investitionsplanungen äußern sich die Industrieunternehmen noch zurückhaltender als bei der Vorumfrage. Mehr als die Hälfte der Unternehmen wollen ihre Investitionsplanungen reduzieren.
Der Beschäftigungsindikator in der hessischen Industrie ist stärker gefallen als im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige. Immerhin 42 Prozent der Industrieunternehmen planen einen Personalabbau in den nächsten zwölf Monaten. Im Maschinenbau will jedes zweite Unternehmen Beschäftigung abbauen. Im Fahrzeugbau planen dies sogar 60 Prozent. Da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der konjunkturellen Situation zeitversetzt folgt, ist ein weiterer Beschäftigungsabbau in den nächsten Monaten zu erwarten. Das Kurzarbeitergeld dient derzeit noch als Puffer.
Um den Industriestandort Hessen gestärkt aus der Krise treten zu lassen fordern die hessischen IHKs ein klares Bekenntnis der Politik zum Standort Hessen. „Die Unternehmen vermissen oft ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Hessen. Günstige Energie, niedrigere Gewerbesteuern und weniger Bürokratie sind die vornehmlichen Stichworte dabei“, sagte der Offenbacher IHK-Präsident Clouth. „Der Industriestandort Hessen braucht mindestens so viel Unterstützung wie andere Branchen. Aber wir rufen nicht nach Staatshilfen, sondern vielmehr nach den richtigen Entwicklungsbedingungen“.
Im Kontext der aktuellen Konjunkturumfrage haben die IHKs die hessischen Industrieunternehmen gefragt, welche Maßnahmen der Staat durchführen sollte, um die Konjunktur zu stützen (Mehrfachantworten waren möglich): 48 Prozent der Unternehmen hielten beschleunigte Genehmigungsverfahren bei staatlichen Projekten für sinnvoll, 42 Prozent sprachen sich für mehr staatliche Investitionen in die Infrastruktur aus, 31 Prozent fanden staatliche Übernahmen von Bürgschaften für angemessen. Nur zwei Prozent sprachen sich für staatliche Beteiligungen an Unternehmen aus. Immerhin 14 Prozent der Unternehmen würden am liebsten überhaupt keine konjunkturstützende Maßnahme des Staates sehen. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der ordnungspolitische Kompass in der krisengeschüttelten Industrie gut funktioniert. Es gibt auch in schwerer See von Seiten der Wirtschaft keinen Ruf nach einem starken Staat“, sagte Clouth.
Die zehn hessischen IHKs haben im Frühsommer eine Umfrage unter 4.000 Mitgliedsunternehmen durchgeführt und die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung abgefragt. Der Geschäftsklimaindikator der hessischen Industrieunternehmen sinkt zum sechsten Mal in Folge auf 59 Zähler. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahresanfang 2009 von rund vier Punkten (zuvor 62,9).
Das Stimmungsbarometer der Industrieunternehmen hat sich seit Jahresbeginn 2008 mehr als halbiert. Dies liegt vor allem an der Lagebeurteilung. Auftragseingänge der Unternehmen und Umsätze waren in den ersten Monaten des Jahres rückläufig. Besonders die Zuliefererindustrie und Hersteller von Konsumgütern verzeichnen einen massiven Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland. Die schwache Nachfrage und die gesunkenen Rohölpreise führen in vielen Bereichen wie der Chemie, den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren oder den Druckereien zu sinkenden Preisen. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich leicht verbessert. Unternehmer signalisieren, dass der Abschwung in der Industrie einen Bodensatz erreicht haben könnte.
Bezüglich der Investitionsplanungen äußern sich die Industrieunternehmen noch zurückhaltender als bei der Vorumfrage. Mehr als die Hälfte der Unternehmen wollen ihre Investitionsplanungen reduzieren.
Der Beschäftigungsindikator in der hessischen Industrie ist stärker gefallen als im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige. Immerhin 42 Prozent der Industrieunternehmen planen einen Personalabbau in den nächsten zwölf Monaten. Im Maschinenbau will jedes zweite Unternehmen Beschäftigung abbauen. Im Fahrzeugbau planen dies sogar 60 Prozent. Da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der konjunkturellen Situation zeitversetzt folgt, ist ein weiterer Beschäftigungsabbau in den nächsten Monaten zu erwarten. Das Kurzarbeitergeld dient derzeit noch als Puffer.
Um den Industriestandort Hessen gestärkt aus der Krise treten zu lassen fordern die hessischen IHKs ein klares Bekenntnis der Politik zum Standort Hessen. „Die Unternehmen vermissen oft ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Hessen. Günstige Energie, niedrigere Gewerbesteuern und weniger Bürokratie sind die vornehmlichen Stichworte dabei“, sagte der Offenbacher IHK-Präsident Clouth. „Der Industriestandort Hessen braucht mindestens so viel Unterstützung wie andere Branchen. Aber wir rufen nicht nach Staatshilfen, sondern vielmehr nach den richtigen Entwicklungsbedingungen“.
Im Kontext der aktuellen Konjunkturumfrage haben die IHKs die hessischen Industrieunternehmen gefragt, welche Maßnahmen der Staat durchführen sollte, um die Konjunktur zu stützen (Mehrfachantworten waren möglich): 48 Prozent der Unternehmen hielten beschleunigte Genehmigungsverfahren bei staatlichen Projekten für sinnvoll, 42 Prozent sprachen sich für mehr staatliche Investitionen in die Infrastruktur aus, 31 Prozent fanden staatliche Übernahmen von Bürgschaften für angemessen. Nur zwei Prozent sprachen sich für staatliche Beteiligungen an Unternehmen aus. Immerhin 14 Prozent der Unternehmen würden am liebsten überhaupt keine konjunkturstützende Maßnahme des Staates sehen. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der ordnungspolitische Kompass in der krisengeschüttelten Industrie gut funktioniert. Es gibt auch in schwerer See von Seiten der Wirtschaft keinen Ruf nach einem starken Staat“, sagte Clouth.
Weitere Informationen:
Alexander Schaub











