Hessischer Pakt für Ausbildung
Da der Hessische Ausbildungspakt in den Jahren 2004 bis 2009 deutlich den Ausbildungsmarkt in Hessen verbesserte, wird er fortgesetzt. Der neue Ausbildungspakt gilt von 2010-2012.
Zum dritten Mal ist in Hessen ein Ausbildungspakt geschlossen worden, allerdings unter völlig anderen Vorzeichen. Während die bisherigen Pakte immer ein Leistungsversprechen der Wirtschaft enthielten, eine bestimmte Anzahl von neuen Ausbildungsplätzen zu garantieren, macht ein solches Versprechen bei einer Überkapazität von offenen Ausbildungsplätzen keinen Sinn mehr.
Angesichts des bevorstehenden Fachkräftemangels setzt der neue Pakt auf die Berufsorientierung in Schulen und Stärkung der Ausbildungsreife bei Schulabgängern sowie dem Erschließen neuer Potenziale, aus denen noch Fachkräfte entwickelt werden könnten. Ein wichtiges Instrument ist hierfür die Abstimmung von Maßnahmen und Prozessen in lokalen Netzwerken, die sogenannte OLOV-Strategie. Erstmals wird mit der integrierten Ausbildungsstatistik ein Monitoring-Instrument eingeführt, dass die Wirksamkeit dieser Vorhaben hessenweit, aber auch landkreisbezogen messen wird.
Unterzeichner sind erneut neben der Landesregierung und der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Verband Freier Berufe in Hessen, der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund. Die Gewerkschaften haben eine Teilnahme abgelehnt. Der neue Hessische Pakt für Ausbildung ist bis zum Jahr 2012 gültig.
Die wichtigsten Aspekte des Ausbildungspakts:
Fortführung der Strategie Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit OLOV
Mehr Berufsorientierung in der Schule:
- Berufsorientierung als Pflichtfach für die Lehrerausbildung
- Brufsorientierung auch für Gymnasiasten
- Schüler mit Migrationshintergrund sollen verstärkt für duale Berufsausbildung gewonnen werden
Ausbau der dualen Studiengänge:
- Abschaffung der Berufsschulpflicht für ausbildungsintegrierte Studiengänge
Reduktion des Übergangsmanagements:
- Überprüfung des Arbeitsmarktbezugs von Volllzeitangeboten an Berufsschulen
- Integrierte Ausbildungsmarktstatistik als Monitoring-Instrument
- Maßnahmen für Schulmüde
- Reduktion der Schulabgänger ohne Schulabschluss
- Verringerung von Ausbildungsabbrüchen
Neue Potenziale für Fachkräftenachwuchs:
- Nachqualifizierung von An- und Ungelernten
- Mehr Teilzeitausbildung für Alleinerziehende











