Die zentralen Ergebnisse:
Das Angebot von Ausbildungsplätzen bei IHK-Unternehmen, die über 60 Prozent aller Ausbildungsplätze in Hessen stellen, bleibt in diesem Jahr weitestgehend stabil. Fast drei Viertel der befragten Ausbildungsbetriebe halten ihr Angebot aus dem vergangenen Jahr aufrecht bzw. bieten sogar mehr an.
Das Thema der demografischen Entwicklung scheint bei der Personalentwicklung in den Unternehmen angekommen zu sein. Das Leitmotiv, den zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern, dominiert. Die Ausbildungsbereitschaft hängt nicht mehr so stark von den Geschäftserwartungen ab.
Ein Fünftel der befragten Ausbildungsbetriebe konnten 2008 ihre Plätze nicht vollständig besetzen, das waren mehr als in 2007. Die Quantität der Bewerbungen ist noch zufrieden stellend.
Hessische Unternehmen betreiben mehr Aufwand als im bundesdeutschen Durchschnitt, um geeignete Auszubildende zu finden. Sie setzen mehr auf unterschiedliche Rekrutierungswege, wie z. B. Internet, IHK-Ausbildungsbörsen oder die Einschaltung der Arbeitsagentur.
Trotz Wirtschaftskrise dominiert als größtes Ausbildungshemmnis, wie in den vergangenen Jahren, deutlich die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger. Fast zwei Drittel der hessischen Unternehmen sind dieser Auffassung. Als weitere Hemmnisse bezeichnen jeweils fast ein Drittel der Befragten die Beschäftigungsperspektiven und die Organisation des Berufsschulunterrichts.
Zwar stehen als Hauptdefizite, wie in den vergangenen Jahren, die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit wie auch die elementaren Rechenfähigkeiten im Vordergrund. Hier hat aber die Zahl der kritischen Unternehmen im Vergleich zu den Vorjahren langsam abgenommen, liegt aber immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt. Dafür bemängeln mehr Ausbildungsbetriebe „Soft Skills“ wie Leistungsbereitschaft und Motivation.
Qualifizierung im Rahmen von Kurzarbeit spielt eine untergeordnete Rolle bei den Anfang Februar 2009 befragten Unternehmen.
Weiterbildung, die Beschäftigung sichern soll, muss aus ihrer Sicht vor allem auf berufsspezifische Fertigkeiten setzen.