Zuwachs an Neuverträgen im Ausbildungsjahr 2010

Die hessischen Unternehmen haben die Hebel in der Nachwuchskräftesicherung umgelegt: Im Vergleich zum Vorjahr registrierten die hessischen Industrie- und Handelskammer 3,3 Prozent und damit 688 mehr Verträge als im Vorjahr. Insgesamt verzeichneten die hessischen IHKs 21.799 neue Verträge.

01.09.2010: Die hessischen Unternehmen haben die Hebel in der Nachwuchskräftesicherung umgelegt: Im Vergleich zum Vorjahr registrierten die hessischen Industrie- und Handelskammer 3,3 Prozent und damit 688 mehr Verträge als im Vorjahr. Insgesamt verzeichneten die hessischen IHKs 21.799 neue Verträge.

„Da die Unternehmen Fachkräfte benötigen, haben sie ihre Personalpolitik auf die Rekrutierung von Nachwuchs ausgerichtet. Diese notwendige Strategie macht sich auch bei den Ausbildungsverträgen bemerkbar“, sagte Dr. Brigitte Scheuerle, Federführerin berufliche Bildung der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern.

Dabei zeige die Erfahrung, dass Unternehmen bei der Suche nach Bewerbern gern auf die Lehrstellenbörsen der hessischen IHKs zurückgreifen. „Wir bieten den Unternehmen ein Forum, um ihre freien Stellen möglichst breit zu streuen“, sagte Dr. Scheuerle. Die Plattform sei ein zusätzliches Angebot für Unternehmen, die ihre Auszubildenden heutzutage auf verschiedenen Wegen, zum Beispiel über Zeitungsanzeigen, Online-Jobbörsen oder die Arbeitsagentur, rekrutieren müssten.

In diesem Zusammenhang machte Dr. Scheuerle darauf aufmerksam, dass „Stellenbörsen keine statischen Plattformen und mithin Zu- und Abgänge selbstverständlich sind.“ Die IHK-Lehrstellenbörsen würden von den Unternehmen gepflegt, da nur sie selbst entscheiden könnten, wann eine Stelle aus der Börse genommen werden muss. Da Unternehmen auch immer öfter Bewerberzusagen erhielten, die kurz vor dem Ausbildungsbeginn zurückgezogen würden, ließen Betriebe ihre Anzeigen unter Umständen auch mal länger in der Lehrstellenbörse stehen. Um einen Anruf kämen die künftigen Auszubildenden vor der Bewerbung daher auch künftig nicht umhin.

Die Unternehmen der hessischen Industrie- und Handelskammern stellen 60 Prozent aller Ausbildungsplätze in Hessen. Bewerber können aus einem Portfolio von 300 anerkannten Ausbildungsberufen in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung wählen.
Weitere Informationen: Reinhard Fröhlich
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