Gießen erhält BID-Award 2010 für beste Unternehmensinitiative zur Stadtbelebung

Die Stadtentwicklungsmaßnahme Seltersweg in Gießen ist mit dem diesjährigen BID-Award des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ausgezeichnet worden.

01.10.2010: Die Stadtentwicklungsmaßnahme Seltersweg in Gießen ist mit dem diesjährigen BID-Award des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ausgezeichnet worden. „Damit wird eine Unternehmerinitiative ausgezeichnet, die im bundesweiten Vergleich für eine besonders lebendige Innenstadt gesorgt hat", sagte der Federführer Raumordnung und Stadtentwicklung der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern, Frank Achenbach, anlässlich der Preisverleihung am 1. Oktober in Bochum.

Hintergrund der öffentlich geförderten Stadtentwicklungsprogramme ist, dass vielen Kommunen das Geld fehlt, um ihre Straßen und Plätze attraktiv zu halten. Immer häufiger nehmen daher lokale Unternehmer das Heft selbst in die Hand, um Einkaufszonen oder Marktplätze aufzuwerten. Sie stemmen sich damit gegen eine drohende Verödung der Innenstädte und wollen durch höhere Attraktivität auch Kaufkraft in die Citys zurückzuholen.

Im Oktober 2006 wurde die Maßnahme in Gießen gestartet. Wie Frank Wendzinski, Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik der IHK Gießen-Friedberg, berichtete, hat das gemeinsame Wirken von Geschäftsleuten und privaten Hauseigentümern zusammen mit der Stadt eine Menge bewegt. „Mit der Ansiedlung von höherwertigem Einzelhandel und einem positionsstarken Branchenmix, mit neuen Fassadengestaltungen und Begrünungen, mit der „Nacht der Mode“ und anderen Veranstaltungen hat sich die Visitenkarte des Selterswegs überaus positiv verändert."

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben betonte bei der Preisverleihung: „Wir begreifen die BIDs als einen wichtigen Ansatz für erfolgreiche, kooperative Stadtentwicklung." Damit das Engagement der Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Grundeigentümer jedoch nicht im Keime erstickt wird, dürften die Kommunen die örtliche Wirtschaft nicht noch zusätzlich belasten z.B. durch Erhöhungen der Hebesätze bei der Grund- und Gewerbesteuer oder höheren Hinzurechnungen von Mietkosten bei der Gewerbesteuer.“ Im Zuge der Neuordnung der Kommunalfinanzen müssen die Städte alles daran setzen, die Gewerbetreibenden in den Innenstädten zu halten", mahnte Wansleben.

BID steht für Business Improvement District – dahinter verbirgt sich ein Stadtentwicklungsmodell aus den USA, das auch in Deutschland immer mehr Schule macht. Es sind lokale Unternehmensinitiativen, die Stadtquartiere durch neue Bänke, Straßenlaternen, Abfallbehälter oder sogar Umbauten im Straßenraum aufwerten. Ihr Ziel: die Fußgängerzonen und Marktplätze notleidender Citys attraktiver zu machen, um so den Einkaufszentren auf der grünen Wiese die Stirn zu bieten. Die Unternehmen schließen sich z.B. in einem Stadtteil oder einer Einkaufszone für üblicherweise drei bis fünf Jahre zusammen und verpflichten sich, gemeinsam die Aufwertungsmaßnahmen für den Standort zu finanzieren.

Erfahrungen erfolgreicher BIDs zeigen: Die höhere Besucherfrequenz hebt die Umsätze in den Geschäften und lässt damit auch die Werte der Grundstücke steigen. Derzeit gibt es mehr als 80 BIDs oder Projekte in Anlehnung an BIDs und zwar in nahezu allen Bundesländern. Die einzelnen Industrie- und Handelskammern fördern als Vertreter der regionalen Wirtschaft die BID-Diskussion vor Ort. Daneben setzen sie sich dafür ein, dass die Arbeit der BIDs in eigenen Landesgesetzten klar geregelt wird. „Wir versprechen uns davon viele weitere Initiativen", so Wansleben.  
Weitere Informationen: Reinhard Fröhlich
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