Hessische Unternehmen erwarten gute Geschäftsentwicklung im Ausland

Die hessischen Unternehmen knüpfen große Erwartungen an die Märkte Indien, Russland, Vereinigte Arabische Emirate und Brasilien.

 

22.12.2010

Die hessischen Unternehmen knüpfen große Erwartungen an die Märkte Indien, Russland, USA, Vereinigte Arabische Emirate und Brasilien. In diesen Staaten erwarten die Unternehmen in den nächsten fünf Jahren eine überdurchschnittlich positive Geschäftsentwicklung. Dies ist das Ergebnis der IHK-Umfrage „Going International 2010“ unter 250 auslandsaktiven Unternehmen aus Hessen. 

„Gerade klein- und mittelständische Unternehmen dürfen es nicht versäumen, strategisch wichtige Wachstumsmärkte frühzeitig in den Blick zu nehmen und für sich die passende Aufstellung vor Ort zu wählen“, sagt Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer International der IHK Frankfurt am Main. Die hohe Konsumneigung der rasant wachsenden und extrem aufstiegswilligen indischen Mittelschicht und ein nach wie vor beträchtlicher Nachholbedarf bei der Infrastruktur des Landes machen den wachsenden Absatzmarkt der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt bei hessischen Unternehmen besonders attraktiv.   In den Vereinigten Arabischen Emiraten locken nach wie vor Projekte im Bereich der Bauwirtschaft: Die Bandbreite großer Infrastrukturvorhaben – Straßen und Eisenbahnen, Flug- und Seehäfen, Strom- und Wasserversorgung, Krankenhäuser und Bildungseinrichtungen – bietet hessischen Firmen interessante Beteiligungsmöglichkeiten.

Die Studie bestätigt die im Vergleich zum Bundesdurchschnitt überproportional große internationale Ausrichtung der hessischen Wirtschaft. Für zwei Drittel der befragten Unternehmen beträgt der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamt­umsatz mindestens 20 Prozent. Dabei ist der Trend bei der Umsatzentwicklung der vergangenen fünf Jahre eindeutig positiv: Mehr als 60 Prozent der Unternehmen verzeichneten in diesem Zeitraum eine Umsatzsteigerung, nur bei 18 Prozent entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Ähnlich sieht es beim Gewinn aus, knapp drei Viertel der Unternehmen konnten den im Ausland erwirtschafteten Gewinn in dieser Zeit steigern oder halten.

Das wichtigste Standbein hessischer Unternehmen im Ausland ist die Zusammenarbeit mit einem selbständigen Kooperationspartner. Mit knapp 400 Partnern dieser Kategorie arbeiten hessische Unternehmen im Ausland zusammen. Das zweitwichtigste Vertriebsinstrument hessischer Unternehmen ist die eigene Repräsentanz bzw. das eigene Vertriebsbüro im Ausland. Die 250 befragten Unternehmen unterhalten 242 Repräsentanzen bzw. Vertriebsbüros. Eine noch stärkere Präsenz vor Ort gewährleisten eigene Tochterunternehmen bzw. Niederlassungen. 80 Prozent der befragten Unternehmen sind in dieser Form im Ausland aktiv und unterhalten insgesamt 203 Tochterunternehmen bzw. Niederlassungen.

Im Vergleich zum Vorjahr gilt es festzuhalten, dass wieder mehr hessische Unternehmen auf eigene Tochterunternehmen im Ausland setzen als auf die Zusammenarbeit mit selbständigen Kooperationspartnern. In 2009 hatten im Schnitt 62% (2010: 80%), der Unternehmen mindestens ein Tochterunternehmen oder eine Niederlassung in mindestens einem Auslandsmarkt. 

Weiterhin bestätigt sich der Trend, dass mittelfristig der Personalbestand im Inland vom Engagement der Unternehmen im Ausland profitiert. In mehr als drei Vierteln der antwortenden Unternehmen ist dieser in den vergangenen 5 Jahren ausgeweitet worden oder konstant geblieben.

Neben der Qualität des eigenen Produktes (73 %) sehen die hessischen Unternehmen verlässliche Geschäftspartner (57 %), Beziehungsnetzwerke vor Ort (35 %) und Kenntnisse des Zielmarkts (25 %) als wichtige Erfolgsfaktoren an.   Dabei sind Sie auf einen einfachen Marktzugang (53 %), stabile Wechselkurse (49 %), stabile politische Verhältnisse (47 %) sowie gute Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort angewiesen.


Weitere Informationen: Alexander Schaub
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