Hessische Wirtschaft: Stimmung auf Rekordjagd

Die Wirtschaft in Hessen brummt: Der IHK-Geschäftsklimaindex Hessen steigt auf 128,1 Zähler. Dies ist ein Anstieg von 5,7 Punkten gegenüber der Vorumfrage. Einen ähnlich hohen Wert erreichte der Indikator zuletzt im Frühsommer 2007.


„Die Wirtschaft in Hessen brummt. Die erfreulichen Signale am Arbeitsmarkt, die positive Auftragsentwicklung in der Industrie und die steigende Konsumlaune versetzen die hessischen Unternehmen in prächtige Stimmung“, kommentiert Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, die Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2011 unter rund 8.000 Unternehmen.

Geschäftsklima
Der IHK-Geschäftsklimaindex Hessen liegt aktuell bei 128,1 Zählern (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Dies ist ein Anstieg von 5,7 Punkten gegenüber der Vorumfrage. Einen ähnlich hohen Wert erreichte der Indikator zuletzt im Frühsommer 2007.

Geschäftslage und Erwartungen
Die hessischen Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch den weiteren Geschäftsverlauf erneut besser als im Herbst 2010. Rund 43 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Lage als „gut“ ein. Zum Jahresbeginn 2010 war dies bei lediglich jedem vierten Unternehmen der Fall. In einer schlechten Lage sehen sich lediglich neun Prozent der Unternehmer. Auch die Erwartungen für die Geschäftsentwicklungen in den kommenden Monaten haben sich abermals aufgehellt. Von einer günstigeren Entwicklung geht mehr als jedes dritte Unternehmen aus. Über die Hälfte rechnet mit einem gleichbleibenden Verlauf.

Exporte
Das Wachstumstempo der Exportgeschäfte normalisiert sich auf hohem Niveau. Der Exportindikator steht aktuell bei 30,5 Punkten. Im Vergleich zur Vorumfrage hat die Dynamik damit zwar nachgelassen (+ 0,9 Punkte). Jedoch liegt der Indikator noch immer fast 17 Punkte über dem Wert vor einem Jahr. Rund 37 Prozent der Unternehmen erwarten in der nächsten Zeit einen Anstieg der Ausfuhren. Mehr als die Hälfte geht von konstanten Exportzahlen aus.

Investitionen
Angesichts steigender Kapazitätsauslastungen und günstiger Finanzierungsbedingungen nehmen die Unternehmen wieder mehr Geld für Investitionen in die Hand. Der Investitionsindikator steigt auf rund 15 Punkte und liegt damit so hoch wie seit dem Frühsommer 2007 nicht mehr. Rund 29 der Unternehmen Prozent planen, ihre Investitionen auszuweiten. Lediglich 14 Prozent wollen weniger investieren. Jedes achte Unternehmen will künftig verstärkt im Ausland investieren, dabei vor allem in die EU-15-Staaten und China. Gründe dafür sind insbesondere die Nähe zu Kunden und Lieferanten sowie der bessere Zugang zu Fachkräften.

Beschäftigte
Der Aufschwung in Hessen gewinnt mehr und mehr an Breite. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen sind sehr optimistisch – ein Zeichen der zunehmenden Stärkung der Binnenwirtschaft. Etwa 23 Prozent der Unternehmen planen, in den kommenden Monaten wieder mehr Mitarbeiter einzustellen. Insbesondere die Investitionsgüterproduzenten, das Gastgewerbe, das Verkehrsgewerbe und die Dienstleister fragen wieder verstärkt Personal nach. Lediglich jedes zehnte Unternehmen will die Beschäftigtenzahl reduzieren.

Risiken
Der hessische Wirtschaftsmotor ist wieder angesprungen. Jedoch hat sich dadurch die Nachfrage nach Fachkräften bei den Unternehmen schneller verstärkt, als gedacht. inzwischen sehen rund 30 Prozent der Unternehmen im Fachkräftemangel ein drohendes Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Der IHK-Fachkräftemonitor zeichnet ein ebenso deutliches Bild. Demnach werden in den nächsten fünf Jahren in Hessen im Schnitt mehr als 220.000 Fachkräfte jährlich fehlen. Der Fachkräftemangel wirkt sich bereits auf die Auslandsinvestitionen der hessischen Unternehmen aus. Jedes siebte Unternehmen, das im Ausland zu investieren plant, wird dies aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Fachkräften vor Ort vornehmen.

Zu einem ernstzunehmenden Risiko für den konjunkturellen Aufschwung entwickeln sich die steigenden Energie- und Rohstoffpreise. 43 Prozent der Unternehmen rechnen hier mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen. Die meisten Rohstoffe sind derzeit nur zu erheblich höheren Preisen zu beziehen und auch die Energiepreise steigen weiter an. Besonders betroffen sehen sich die Industrie, das Gastgewerbe und die Verkehrswirtschaft.

Pressemeldungen
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Hessen geht nach den aktuellen Planungen des Bundes bei den Niederlassungen der neuen Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft leer aus. Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammer-tages (HIHK), bekräftigt daher die Befürchtung der hessischen Wirtschaft, „dass die Instandhaltung der Autobahnen in Hessen dann nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet ist.“

22.06.2018 Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda für Frankfurt Rhein-Main unverzichtbar

Die Kinzigtalbahn zwischen Gelnhausen – Fulda ist seit 2008 durch den Güter-, Personennah- und -fernverkehr mit 250 bis 300 Zügen pro Tag chro-nisch überlastet. Seit den 90er Jahren gibt es deshalb Überlegungen für eine Fernverkehrstrasse, um die Kapazitäten zu erweitern. Die geplante Neubau-strecke ist das zweite Teilstück des Gesamtvorhabens Aus- und Neubaustre-cke Hanau–Würzburg/Fulda–Erfurt.

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