Fachkräftebedarf beschleunigt Nachfrage am Ausbildungsmarkt

Die hessische Wirtschaft sorgt sich um den Fachkräftenachwuchs und will daher in diesem Jahr verstärkt Auszubildende einstellen.

11.04.2011: Die hessische Wirtschaft sorgt sich um den Fachkräftenachwuchs und will daher in diesem Jahr verstärkt Auszubildende einstellen. Bis Ende März registrierten die hessischen IHKs 8004 neue Ausbildungsverträge. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 12,7 Prozent.

„Aufgrund der guten konjunkturellen Lage und des Fachkräftemangels will die hessische Wirtschaft dieses Jahr verstärkt Auszubildende einstellen. Für Schulabgänger könnte die Lage am Ausbildungsmarkt daher gar nicht besser sein. Jeder Schüler mit passablen Noten wird 2011 einen Ausbildungsplatz erhalten", unterstreicht Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs. Auf dem hessischen Ausbildungsmarkt zeichne sich darüber hinaus ein weiterer Trend ab. „Rund 57 Prozent der Betriebe will 2011 über drei Viertel der Auszubildenden nach der Abschlussprüfung übernehmen. Im Vorjahr waren es nur 47 Prozent", sagt Dr. Müller. Die Unternehmen verfolgten mithin eine langfristige Personalpolitik, die der Nachwuchskräftesicherung diene.

Er betonte darüber hinaus, dass die hessischen Unternehmen bei ihrer Einstellungspolitik eine größere Kompromissbereitschaft als in den Vorjahren zeigten. Diese sei den nach wie vor hohen Ausbildungshemmnissen geschuldet, die sich vor allem in der Ausbildungsreife zeige. Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, elementare Rechenfertigkeiten und mangelnde Disziplin seien für die Betriebe immer noch die Hauptgründe, warum sie Stellen teilweise unbesetzt lassen müssten. „Immer mehr Unternehmen neigen daher dazu, die lückenhaften Kenntnisse durch betriebsinternen Nachhilfeunterricht auszugleichen", sagte Dr. Müller. Fast 70 Prozent der Banken und Versicherungen sowie 60 Prozent der Unternehmen aus den Branchen Industrie, Dienstleistung und Bau hätten Schulungen aufgelegt, um die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu erhöhen. Hinzu kämen verstärkte Anstrengungen zur Erhöhung der Kooperationen mit Schulen. „Auch durch Einstiegsqualifizierung will die Wirtschaft die Berufsorientierung von Schulabgängern verbessern und denjenigen Schulabgängern mit schlechteren Jobeinstiegschancen ganz konkrete Angebote machen." 

Weitere Informationen zur Ausbildungsumfrage Hessen 2011 stehen zum Download bereit.

Weitere Informationen: Alexander Schaub
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