Großes Interesse an Hessischem Außenwirtschaftstag

„Wer grenzenlos erfolgreich sein will, braucht vielfältige Informationen über den betreffenden Markt und eine Strategie für ein nachhaltiges Engagement im Ausland", sagte Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, anlässlich des Hessischen Außenwirtschaftstages, der heute in der IHK Frankfurt am Main stattfindet.

07.06.2011: „Wer grenzenlos erfolgreich sein will, braucht vielfältige Informationen über den betreffenden Markt und eine Strategie für ein nachhaltiges Engagement im Ausland", sagte Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemein­schaft hessischer IHKs, anlässlich des Hessischen Außenwirtschaftstages, der heute in der IHK Frankfurt am Main stattfindet. Gemeinsam mit Vertretern deutscher Auslandshandelskammern informieren zahlreiche hessische Unternehmer über die Wachstumsregionen Asien-Pazifik sowie die Märkte USA, Indien, China, Russland und Südamerika. Im Rahmen von Länderworkshops erhalten die über 400 Teilnehmer der Konferenz insbesondere einen Einblick in die Themen Marktchancen, Vertrieb & Einkauf und strategische Partnersuche.

„In den ersten drei Monaten dieses Jahres lieferten die hessischen Unternehmen Waren im Wert von 13,8 Milliarden Euro ins Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 15 Prozent", sagte Dr. Müller. Die hessischen Unternehmen haben damit das Rekordergebnis von 2008 übertroffen. Besonders gut entwickelten sich nach wie vor die Märkte in den Schwellenländern Indien und China sowie in den USA. Allein die hessischen Exporte nach China seien im ersten Quartal 2011 um 43 Prozent gestiegen. „Für Unternehmen, die sich im Ausland engagieren wollen, bieten viele außereuropäische Märkte hervorragende Entwicklungschancen. Der Hessische Außenwirtschaftstag soll einen Beitrag dazu leisten und Betrieben neben Experten-Wissen zu Märkten, Netzwerke und Beratung für ein erfolgreiches Engagement im Ausland bieten."

Dr. Müller betonte zugleich, dass Unternehmen, die in Auslandsmärkten eine starke Präsenz zeigten, auch auf einen global wettbewerbsfähigen hessischen Wirtschaftsstandort angewiesen seien. „Auch wenn das Land gut aufgestellt ist, gibt es auf der To-Do-Liste von Kommunen und Land einige Themen, die zügig umgesetzt werden müssen. Dazu gehören etwa die Stärkung des Innovations- und Forschungsstandortes Hessen, eine Energieversorgung, die Planungssicherheit garantiert, und der lückenlose Ausbau der Breitbandversorgung. Denn wer die Wirtschaft im eigenen Land sichert, ermöglicht auch deren Erfolg im Ausland", unterstrich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs.

Vor dem Hintergrund der Geschäftschancen hessischer Betriebe im Ausland und insbesondere in Asien verwies Jürgen Wöhler, Geschäftsführer der Deutsch-Koreanischen Handels­kammer in Seoul, auf das europäische Freihandelsabkommens mit Korea, das am 1. Juli in Kraft tritt. „Von diesem Abbau der Handelshemmnisse werden zusätzliche Impulse für den hessischen Handel mit Korea ausgehen. Neben den traditionellen Schwergewichten Automobilzulieferer, Maschinenbau und Medizin können vor allem Betriebe, die sich im Bereich erneuerbare Energien spezialisiert haben, davon profitieren, denn die südkoreanische Regierung verfolgt eine Strategie des "Grünen Wachstums.“

Neben Asien bietet auch Lateinamerika künftig gute Geschäftschancen. Besonders hob Sofhia Elise Harbs, Geschäftsführerin des Projektbüros Frankfurt der Allianz der deutschen Kammern im Mercosur, Brasilien hervor. Im Zuge der Großereignisse Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympische Spiele in Rio de Janeiro 2016 erlebe das Land einen Investitionsschub, der auch die Modernisierung der Infrastruktur umfasse. Mit ihrem Know-how können hessische Unternehmen in Brasilien in dieser Phase ausgezeichnet punkten.

Weitere Informationen: Annett Fleischfresser
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