IHKs fordern Ausbau der Schieneninfrastruktur

Anlässlich der heute in Berlin stattfindenden Schieneninfrastruktur-Konferenz ruft die Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs zum zügigen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Personennah- und Fernverkehr sowie für den Güterverkehr auf.

26.10.2011:  Anlässlich der heute in Berlin stattfindenden Schieneninfrastruktur-Konferenz ruft die Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs zum zügigen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Personennah- und Fernverkehr sowie für den Güterverkehr auf. „Im Rahmen der Konferenz werden wir uns unmissverständlich für den dringend notwendigen Ausbau der Schieneninfrastruktur in Hessen einsetzen“, sagte Dr. Andreas Freundt, Federführer Verkehr der IHK Arbeitsgemeinschaft, im Vorfeld. Vor dem Hintergrund der Pläne der EU, ein europäisches Schienennetz für den Güterverkehr zu etablieren, betonte der Federführer: „Hessen wäre davon in besonderer Weise betroffen. Daher reicht es nicht aus, Infrastrukturpläne zu entwickeln, ohne eine realistische Finanzierung sicherzustellen.“ Vom Bund, aber auch von der hessischen Landesregierung, erwarte er sich daher ein klares Bekenntnis zum Transitland Hessen. Dr. Freundt wies außerdem darauf hin, dass Hessen nicht nur das Drehkreuz deutscher und europäischer Autobahnen sei, sondern mit dem Frankfurter Hauptbahnhof Europas meistfrequentierten Schienenverkehrsknoten biete. Vor diesem Hintergrund wären insbesondere die Pläne des Bundes zu einem Stopp von neuen Verkehrsprojekten ein besonders schwerer Schlag für das Transitland Hessen.

Auch das Schnellbahnnetz in Hessen muss zügig ausgebaut werden. Dies betrifft unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft unter anderem die Projekte Neubaustrecke Rhein/Main – Rhein/Neckar, den Ausbau der Schienenstrecke Frankfurt-Hanau-Fulda -Erfurt sowie die längst überfällige Ertüchtigung der Mitte-Deutschland-Verbindung (Dortmund-Hamm-Kassel-Eisenach-Leipzig-Dresden). „Angesichts dieser dringend notwendigen Maßnahmen sieht die IHK-Arbeitsgemeinschaft die Landesregierung in der Pflicht, sich stärker gegenüber dem Bund für eine Erhöhung der Investitionsmittel in Hessen einzusetzen. Der Standortvorteil der Erreichbarkeit muss auch künftig ein Trumpf hessischer Standortpolitik sein“, sagte Dr. Freundt.

An der Schieneninfrastruktur-Konferenz nehmen auf Einladung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes unter anderem der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch, Vertreter des Deutschen Bundestages, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie die Deutsche Bahn und die Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs teil.

Weitere Informationen: Annett Fleischfresser
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