IHK-Ausbildungsumfrage Hessen 2013: Azubis haben bei hessischen Unternehmen gute Chancen

Hessische Schülerinnen und Schüler, die eine Duale Berufsausbildung einschlagen wollen, haben deutlich bessere Chancen als im Bundesdurchschnitt. Zum einen bleibt die Ausbildungsbereitschaft der hessischen IHK-Unternehmen weitestgehend konstant, zum anderen planen gut 60 Prozent der Unternehmen, ihre eigenen Auszubildenden in ein Anstellungsverhältnis zu übernehmen.

25.04.2013: Hessische Schülerinnen und Schüler, die eine Duale Berufsausbildung einschlagen wollen, haben deutlich bessere Chancen als im Bundesdurchschnitt. Zum einen bleibt die Ausbildungsbereitschaft der hessischen IHK-Unternehmen weitestgehend konstant, zum anderen planen gut 60 Prozent der Unternehmen, ihre eigenen Auszubildenden in ein Anstellungsverhältnis zu übernehmen. „Dieses Ergebnis liegt mit drei Prozentpunkten über dem bundesweiten Durchschnitt und ist zugleich ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren“, sagte Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) bei der Vorstellung der Ergebnisse der IHK-Ausbildungsumfrage 2013 in Frankfurt.

In der Ausbildungsumfrage 2010 hatten nur 30 Prozent der Unternehmen angegeben, die Azubis nach Ende der Ausbildung übernehmen zu wollen. „Aus dem deutlichen Anstieg lässt sich schließen, dass die Ausbildung von Schulabgängern als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel immer mehr genutzt wird,“ sagte Gräßle.

Die Unternehmen in Hessen stellten sich zugleich auf die teilweise unzureichende Ausbildungsreife bei Jugendlichen ein. „Die Unternehmen erweitern aktuell ihre Angebote, um der mangelnden Ausbildungsreife von Schulabgängern effektiv entgegenzuwirken“, sagte Gräßle. Nach wie vor setzen die Unternehmen dabei hauptsächlich auf firmeninterne Nachhilfe (60,3 Prozent) und die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit (33,5 Prozent).  Zudem planen 16,6 Prozent der Unternehmen, Mentoren und Paten einzusetzen.

Für die Unternehmen wird es immer mühsamer, freie Ausbildungsplätze zu besetzen. 2012 blieben bei jedem fünften hessischen IHK-Unternehmen Ausbildungsplätze unbesetzt. Dies begründen die Unternehmen vor allem mit dem Ausbleiben geeigneter Bewerbungen.

„An der Unzufriedenheit der IHK-Unternehmen mit der Ausbildungsreife und den Berufsvorstellungen von jungen Menschen hat sich in den letzten Jahren nichts geändert“, so Gräßle. Zu Beginn der Ausbildungsumfrage 2006 begründeten 56 Prozent der Unternehmen, die Ausbildungshemmnisse feststellten, diese mit der mangelnden Ausbildungsreife von Schülern. In den letzten fünf Jahren nahm die Zahl der Unternehmen, die dieser Ansicht sind, auf fast 76 Prozent zu. Kritisiert werden darüber hinaus die unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger.

Die IHK-Organisation befragt regelmäßig im Frühjahr bundes­weit ihre ausbildenden Unternehmen zur aktuellen Aus- und Weiterbildungssituation. An der diesjährigen Ausbildungsumfrage beteiligten sich 815 Betriebe aus Hessen.

Weitere Informationen: Anne Waldeck
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