Drei Unternehmen mit Hessischem Exportpreis 2013 ausgezeichnet

Am Abend des 1. Juli 2013 wurde das Geheimnis gelüftet: Die Gewinner des Hessischen Exportpreises 2013 sind die Wiesbadener Railistics GmbH als bestes Unternehmen in der Kategorie „Service und Beratung International", die delta pronatura Dr. Krauss & Dr. Beckmann KG aus Egelsbach als Preisträger in der Kategorie „Innovative Exportstrategien" sowie die PTW Technologies GmbH aus Lollar in der Kategorie „Handwerk: Grenzenlos erfolgreich".

1.07.2013: Am Abend des 1. Juli 2013 wurde das Geheimnis gelüftet: Die Gewinner des Hessischen Exportpreises 2013 sind die Wiesbadener Railistics GmbH als bestes Unternehmen in der Kategorie „Service und Beratung International", die delta pronatura Dr. Krauss & Dr. Beckmann KG aus Egelsbach als Preisträger in der Kategorie „Innovative Exportstrategien" sowie die PTW Technologies GmbH aus Lollar in der Kategorie „Handwerk: Grenzenlos erfolgreich". Die drei mittelständischen Betriebe nahmen ihre Auszeichnungen am Vorabend des Hessischen Außenwirtschaftstages in der IHK Frankfurt am Main entgegen.

„Hessens Wirtschaft kann sich sehen lassen. Stellvertretend dafür stehen die drei mittelständischen Unternehmen, die wir heute auszeichnen. Sie alle sind international sehr erfolgreich", sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs. Diese Betriebe gingen mit gutem Beispiel voran und zeigten, dass wirtschaftlicher Erfolg im Ausland keine Frage der Unternehmensgröße sei. Gerade im Mittelstand bestünden allerdings noch ungenutzte Internationalisierungspotenziale. „Darauf wollen wir mit dem Hessischen Exportpreis hinweisen.“

Florian Rentsch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, betonte in seinem Grußwort, dass erfolgreiche Internationalisierungsstrategien der beste Garant für sichere Arbeitsplätze in Hessen seien. Wer auch im Ausland wachse, festige dauerhaft Arbeitsplätze in Hessen. „Die gute wirtschaftliche Lage unseres Standorts haben wir auch unserem internationalen Erfolg zu verdanken – das hat nicht zuletzt die Krise eindrucksvoll gezeigt. Im vergangenen Jahr ist die hessische Exportquote sogar noch einmal auf nunmehr 52 Prozent gestiegen“, sagte Rentsch.

In seiner Keynote zur Preisverleihung wies Dr. Andreas Kaufmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Leica Camera AG in Solms darauf hin, dass eine Spitzentechnologie sich nur dann am Markt erfolgreich behauptet, wenn die daraus entwickelten Produkte mit einer klaren Strategie und den richtigen Distributionswegen im Markt platziert werden.

Alle Preisträger vereint in diesem Jahr ein hohes Maß an Spezialisierung. Die Railistics GmbH bietet strategische und technische Beratung rund um den Schienenverkehr an. Das Leistungsangebot reicht von Logistikkonzepten über Fahrzeuggutachten bis zu Fahrplananalysen für öffentliche Auftraggeber sowie für Banken, Industrie- und Logistikunternehmen. Da erfolgreiche internationale Projekte im Schienenverkehr jeweils auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt werden müssen, setzt die Railistics GmbH auf eigene Netzwerke im Ausland und auf regelmäßige Schulungen und Arbeitstreffen mit Partnerfirmen und Auftraggebern. Die Jury beeindruckte vor allem, wie das Unternehmen mit 35 Mitarbeitern die ganze Bandbreite des Eisenbahn-Consultings im nahen und fernen Ausland meistert.

Auch der zweite Preisträger, die delta pronatura Dr. Krauss & Dr. Beckmann KG, hat sich bewusst für einen Nischenmarkt entschieden. Unter der Dachmarke „Dr. Beckmann“ produziert und vertreibt das Unternehmen Reinigungsprodukte zur Fleckenentfernung und zur Haushaltsreinigung. Mit dieser Spezialisierung ist es gelungen, im Markt der Großen nicht nur zu bestehen, sondern das internationale Geschäft sukzessive auszubauen. Dabei setzt das Unternehmen explizit auf das Siegel „Made in Germany" – auch dies ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, mit dem gerade mittelständische Unternehmen im Ausland punkten.


Die PTW Technologies GmbH hat sich auf energieeffiziente Verkleinerungsmaschinen spezialisiert. Das Schneidgut wird von diesen Spezialmaschinen besonders materialschonend zerkleinert. Durch den Einsatz sogenannter Schneidspiralen entsteht ein ziehender gegenläufiger Schnitt wie bei einer Schere. Je nach Anordnung der Spiralen können diese nicht nur schneiden, sondern auch Fasern, Granulate oder Flocken produzieren. Besonders überzeugt hat die Jury die systematische Herangehensweise an das internationale Geschäft, die Nischenpositionierung mit patentgeschützten High-Tech-Produkten sowie die kontinuierliche Steigerung des Auslandsumsatzes des Unternehmens.

Der Hessische Exportpreis wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern und vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung verliehen. Am Wettbewerb hatten sich insgesamt mehr als 60 Unternehmen beteiligt. Besonders groß war die Konkurrenz wieder bei den Industrieunternehmen, die sich in der Kategorie „Innovative Exportstrategien" beworben hatten. Eine acht-köpfige Jury, bestehend aus Vertretern von Wirtschaft, Politik und Medien, hatte die drei Gewinner ausgewählt.

Weitere Informationen: Videos über die Preisträger

Weitere Informationen: Julia Droege
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