Hessische Fachkräfte-Strategie muss Weichen stellen

Hessen braucht eine koordinierte Strategie zur Gewinnung von Fachkräften. „Hessen kann seine Spitzenposition als Wirtschaftsstandort nur halten, wenn die Unternehmen qualifizierte Fachkräfte für sich gewinnen können. Dies ist eine Aufgabe auf allen Politik-Ebenen.

20.08.2013: Hessen braucht eine koordinierte Strategie zur Gewinnung von Fachkräften. „Hessen kann seine Spitzenposition als Wirtschaftsstandort nur halten, wenn die Unternehmen qualifizierte Fachkräfte für sich gewinnen können. Dies ist eine Aufgabe auf allen Politik-Ebenen. Daher brauchen wir eine "nachhaltige Fachkräfte-Strategie“, sagte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern, Matthias Gräßle, am Dienstag. Das jetzt von der Landesregierung  vorgelegte Konzept beinhalte eine Vielzahl von Vorschlägen, die von der hessischen Wirtschaft benötigt werden.

„Wir begrüßen u.a. den Stellenwert der Nachqualifizierung von An- und Ungelernten“, sagte Gräßle weiter. Entscheidend für alle Ansätze zur Nachqualifizierung wird hierbei sein, wer die Finanzierung stellen wird. Eine wichtige Rolle sollte dabei den erfolgreichen Qualifizierungsschecks beigemessen werden. Die hessischen IHKs bieten diese als ein eingeführtes und prämiertes Instrument zur Weiterbildung an. Zur Begleitung des Hessischen Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetzes erwarten die hessischen Industrie-und Handelskammern eine stärkere Werbung für diesen neuen Rechtsanspruch und Mobilisierung der vielen Migrationsberatungsstellen und Lotsen von der Landesregierung.

Noch mehr Präzision erwarten die IHKs dazu, wie die Landesregierung den dringenden Bedarf an beruflich qualifizierten Fachkräften decken und über bisherige Maßnahmen hinaus die Attraktivität der "Karriere mit Lehre" stärken will. Ebenso erwarten die IHKs eine klare Strategie zum Rückbau des Übergangbereichs.

Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors zeigen, dass Hessens Wirtschaft bis 2015 durchschnittlich rund 100.000 Fachkräfte pro Jahr fehlen. Eine Entwicklung die sich ab 2020, bedingt durch den demografischen Wandel, noch weiter verschärfen wird. 90 Prozent der Fachkräftelücke betrifft Berufe, die eine Duale Ausbildung und kein Studium voraussetzen. Mit dem IHK-Fachkräftemonitor (www.fachkraefte-hessen.de) und dem IHK-Demografierechner (www.demografierechner-hessen.de) bieten die IHKs zwei kostenlose Online-Tools an, um Unternehmen bei einer demografiefesten Personalplanung zu unterstützen.

Weitere Informationen: Anne Waldeck
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Die Wasserkosten der Unternehmen in Hessen fallen sehr unterschiedlich aus. Sie sind in den teuersten Kommunen bis zu viermal höher als in den günstigsten Kommunen. Wobei der Anteil der Abwasserkosten an den gesamten Wasserkosten bis zu 80 Prozent betragen kann und somit als der Kostentreiber gilt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Frisch- und Abwassermonitors des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

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