Hessische Eltern und Schulen genießen größere Wahlfreiheit

Die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) begrüßt die Tatsache, dass in den letzten Jahren sowohl Eltern als auch Schulen mehr Wahlfreiheiten erhalten haben. Das macht Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der ARGE, anlässlich der heutigen Regierungserklärung von Kultusministerin Nicola Beer im Hessischen Landtag, deutlich.

3.09.2013: Die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) begrüßt die Tatsache, dass in den letzten Jahren sowohl Eltern als auch Schulen mehr Wahlfreiheiten erhalten haben. Das macht Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der ARGE, anlässlich der heutigen Regierungserklärung von Kultusministerin Nicola Beer im Hessischen Landtag, deutlich. „Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen und einer stärkeren Eigenverantwortung von Beruflichen Schulen ist die Hessische Bildungspolitik zwei wesentlichen Forderungen der regionalen Wirtschaft nachgekommen“, betonte Prof. Dr. Müller.

Der ARGE-Vorsitzende bezieht sich dabei auf die Aussage der Kultusministerin, dass mittlerweile für 77 Prozent der hessischen Schulkinder ein Ganztagsangebot bestehe. „Eine bedarfsgerechte Infrastruktur, die auch Schulkindern ganztägige Betreuung bietet, ermöglicht Eltern eine frühe und vor allem dauerhafte Rückkehr ins Berufsleben. Unsere Unternehmen sind in Zeiten des Fachkräftemangels darauf angewiesen, dass Mitarbeiter ihre Kinder während der Arbeitszeit gut aufgehoben und betreut wissen.“ Es sei wichtig, dass das Land Hessen den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetze, so Prof. Dr. Müller.

Gleiches gelte für den weiteren Ausbau der Selbstständigkeit von Schulen. Durch das Schulfreiheitsgesetz nutzen bereits viele Schulen Gestaltungsspielräume im Bereich Budget und Personal. Den Schritt zur vollständigen Selbstverantwortung werden nach Angaben der Landesregierung jedoch zunächst nur fünf Berufliche Schulen wagen. „Unsere Unternehmen messen die Leistungen der Berufsschulen daran, inwiefern sie Berufspraxis ergänzen und mangelndes Schulwissen ausgleichen können. Die hierfür erforderliche Qualitätssteigerung an den Schulen kann aus unserer Sicht nur durch mehr eigene Entscheidungsräume erfolgen“, erklärt Prof. Dr. Müller. Insofern sei die Entwicklung der letzten Jahre als positiv zu bezeichnen. „Wir hoffen, dass diese fünf Schulen lediglich die Vorreiter sein und weitere berufliche Schulen diesem Beispiel folgen werden.“

Die Ankündigung einer verstärkten Berufs- und Studienorientierung ist aus Sicht der hessischen IHKs sehr zu begrüßen. Hierzu tragen die Verpflichtung zum Besuch einer berufsorientierenden Beratung für Haupt- und Realschüler wie auch die neue gestufte Berufsfachschule bei. Mit der Einführung von Berufs- und Studienorientierung auch an Gymnasien kommt die Kultusministerin ebenfalls einer Forderung der Wirtschaft nach. Denn der Bedarf an Fachkräften wird zu 80 Prozent über den Weg einer dualen Berufsausbildung gedeckt werden müssen. „Umwege über vollzeitschulische Angebote oder nach einem Studienabbruch kann sich der Wirtschaftsstandort Hessen nicht mehr leisten.“


Zudem begrüßen die hessischen IHKs die Einführung eines Sozialindexes für bestimmte Regionen. Hiermit wird den schwierigeren Bedingungen mancher Städte mit hohem Migrantenanteil Rechnung getragen und die von den hessischen IHKs seit langem geforderte individuelle Förderung beantwortet.

Weitere Informationen: Julia Droege
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