Grunderwerbsteuer in Hessen sollte nicht weiter erhöht werden

Die heute bekannt gewordenen Überlegungen zur erneuten Anhebung der Grunderwerbsteuer in Hessen sieht die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) sehr kritisch. „Eine weitere Anhebung des Steuersatzes ist das falsche Signal an Investoren.

17.12.2013: Die heute bekannt gewordenen Überlegungen zur erneuten Anhebung der Grunderwerbsteuer in Hessen sieht die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) sehr kritisch. „Eine weitere Anhebung des Steuersatzes ist das falsche Signal an Investoren. Erst zu Beginn dieses Jahres wurde der Steuersatz von 3,5 auf 5 Prozent erhöht. Ein weiterer Anstieg im Jahr 2015 auf 6 Prozent käme einer annähernden Verdoppelung des Steuersatzes innerhalb von zwei Jahren gleich. Das ist kontraproduktiv“, betont Dr. Matthias Leder, Federführer Steuern der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen. „Auch bei der Grundsteuer B beobachten wir derzeit in den hessischen Kommunen zu drastische Sprünge. Von heute auf morgen werden Steuererhöhungen von bis zu 70 Prozent beschlossen. Hier empfiehlt sich eine moderatere Vorgehensweise“. Die Steuererhöhungen bei der Grunderwerbsteuer und der Grundsteuer B führen zu deutlichen Steigerungen der Kosten des Wohnraums. Im Falle des Mietwohnungsbaus könnten diese Kosten auf Mieter abgewälzt werden und damit dem Ansatz einer Mietpreisbremse konträr entgegen wirken.

„Um den Produktions- und Investitionsstandort Hessen attraktiv zu halten, sollten Steuererhöhungen möglichst vermieden werden. Höhere Steuern bremsen das Wirtschaftswachstum des Landes und damit auch die Steuereinnahmen. Das wäre gerade der falsche Weg zur Konsolidierung des Landeshaushalts. Zum Defizitabbau und zur Einhaltung der Schuldenbremse im Jahr 2020 sind vielmehr größere Anstrengungen auf der Ausgabenseite des Landes erforderlich“, sagt Leder. „Die heute bekannt gewordenen Ansätze zur Kürzung der Ausgaben des Landes in den kommenden fünf Jahren gehen in die richtige Richtung. Stellenabbau in der Verwaltung, Einsparungen bei der Besoldung sowie andere Kürzungen sind notwendig. Auf Grund der demografischen Entwicklung lassen sich mittelfristig jedoch auch Lehrerstellen einsparen. Zudem sollte Hessen durch eine Reform des Länderfinanzausgleichs zusätzliche Einnahmen erzielen können. Zu beiden Themen hat sich die neue hessische Landesregierung bislang nicht geäußert.“

Weitere Informationen: Julia Droege
Pressemeldungen
06.09.2018 Zuverlässige Finanzierungsperspektive für die hessische Verkehrsinfrastruktur benötigt

Verkehrspolitische Veranstaltung zur Landtagswahl Hessen am 6. September 2018
Anlässlich der Landtagswahl diskutiert der hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) am 6. September mit den verkehrspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen über die Zukunft der hessischen Mobilität. Veranstalter sind neben dem HIHK die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVGW) Frankfurt am Main e.V. sowie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Landesgruppe Hessen.

22.06.2018 Planungen zur Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft
HIHK besorgt über mögliche Benachteiligung Hessens

Hessen geht nach den aktuellen Planungen des Bundes bei den Niederlassungen der neuen Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft leer aus. Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammer-tages (HIHK), bekräftigt daher die Befürchtung der hessischen Wirtschaft, „dass die Instandhaltung der Autobahnen in Hessen dann nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet ist.“

alle Meldungen

DIHK-Thema der Woche
21.06.2018:
Mehr EU-Geld für Forschung – aber reicht das? Lesen Sie hier mehr
IHK-Kontakt

Bitte wählen Sie eine IHK in Ihrer Nähe.
Die Service Center unserer hessischen IHKs stehen Ihnen gerne zur Verfügung


IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
Tel.: +49 6151 871-0
www.darmstadt.ihk.de

IHK Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 2197-0
www.frankfurt-main.ihk.de

IHK Fulda
Tel.: +49 661 284-0
www.ihk-fulda.de

IHK Gießen-Friedberg
Tel.: +49 641 7954-0
www.giessen-friedberg.ihk.de

IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
Tel.: +49 6181 9290-0
www.hanau.ihk.de

IHK Kassel-Marburg
Tel.: +49 561 7891-0
www.ihk-kassel.de

IHK Lahn-Dill
Tel.: +49 2771 842-0
www.ihk-lahndill.de

IHK Limburg a. d. Lahn
Tel.: +49 6431 210-0
www.ihk-limburg.de

IHK Offenbach am Main
Tel.: +49 69 8207-0
www.offenbach.ihk.de

IHK Wiesbaden
Tel.: +49 611 1500-0
www.ihk-wiesbaden.de


Hessischer Industrie- und Handelskammertag
Wilhelmstraße 24-26
65183 Wiesbaden

Tel.: +49 611 1500-212
info@hihk.de