Chancen der Zuwanderung nutzen – Willkommenskultur fördern

Die hessische Wirtschaft ist dringend auf zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Die Panikmache anlässlich der Öffnung des Arbeitsmarktes für rumänische und bulgarische Arbeitnehmer kritisiert Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern.

9.01.2014: Die hessische Wirtschaft ist dringend auf zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Die Panikmache anlässlich der Öffnung des Arbeitsmarktes für rumänische und bulgarische Arbeitnehmer kritisiert Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern: „Aufgrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Fachkräfteengpässe kann der Wirtschaftsstandort nur erfolgreich sein, wenn wir als attraktives Zuwanderungsland für ausländische Fachkräfte wahrgenommen werden.“ Schon heute habe jedes vierte hessische Unternehmen Probleme, offene Stellen kurzfristig zu besetzen. Vor diesem Hintergrund sei es kontraproduktiv, allein auf die Herausforderungen der seit Jahresbeginn geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit für Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien abzustellen, so Prof. Dr. Müller. „Die Anstrengungen für eine bessere Willkommenskultur werden so zunichte gemacht!"

Prof. Dr. Müller betont, dass gerade Hessen enorm von seiner Internationalität profitiert: Ohne die Zuwanderungsgewinne aus dem Ausland wäre die Bevölkerungszahl bereits in den vergangenen Jahren geschrumpft. Hinzu komme, dass die Zuwanderer überwiegend qualifiziert ausgebildet und im Durchschnitt jünger als die deutsche Bevölkerung insgesamt seien. „Der Eindruck, dass es sich bei den Zuwanderern vor allem um so genannte ‚Armutseinwanderer‘ handelt, ist falsch!“ Es  gebe schon längst einen Wettbewerb um kluge Köpfe, da auch andere Länder vom Fachkräftemangel betroffen seien, betont Prof. Dr. Müller. Vor diesem Hintergrund müsse Hessen auch weiterhin an seiner Attraktivität als Arbeits- und Studienort arbeiten.

Weitere Informationen: Julia Droege
Pressemeldungen
22.06.2018 Planungen zur Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft
HIHK besorgt über mögliche Benachteiligung Hessens

Hessen geht nach den aktuellen Planungen des Bundes bei den Niederlassungen der neuen Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft leer aus. Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammer-tages (HIHK), bekräftigt daher die Befürchtung der hessischen Wirtschaft, „dass die Instandhaltung der Autobahnen in Hessen dann nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet ist.“

22.06.2018 Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda für Frankfurt Rhein-Main unverzichtbar

Die Kinzigtalbahn zwischen Gelnhausen – Fulda ist seit 2008 durch den Güter-, Personennah- und -fernverkehr mit 250 bis 300 Zügen pro Tag chro-nisch überlastet. Seit den 90er Jahren gibt es deshalb Überlegungen für eine Fernverkehrstrasse, um die Kapazitäten zu erweitern. Die geplante Neubau-strecke ist das zweite Teilstück des Gesamtvorhabens Aus- und Neubaustre-cke Hanau–Würzburg/Fulda–Erfurt.

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