Konjunktur in Hessen startet durch

Der Konjunkturhimmel hellt sich weiter auf. Die Wirtschaft in Hessen wird 2014 abermals stärker wachsen als im Bund.

3.2.2014: „Der Konjunkturhimmel hellt sich weiter auf. Die Wirtschaft in Hessen wird 2014 abermals stärker wachsen als im Bund. Die überaus positiven Rückmeldungen der hessischen Unternehmen lassen in diesem Jahr ein BIP-Wachstum nahe zwei Prozent erwarten. Der Wirtschaftsstandort wird neuen Auftrieb bekommen“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, anlässlich der aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter mehr als 8.600 Mitgliedsunternehmen in Hessen. Fast 40 Prozent der Unternehmen berichten aktuell von guten Geschäften, jedes vierte Unternehmen geht davon aus, dass es zukünftig sogar noch besser läuft. Die Stimmung steigt zum Jahresbeginn auf breiter Front: Industrie, Handel, Gastgewerbe, Verkehr, Finanzen und Dienstleistungen sind durchweg optimistischer gestimmt als im Herbst 2013. Allein das Geschäftsklima im Baugewerbe hat sich auf weiterhin gutem Niveau saisonbedingt leicht eingetrübt.

Rückenwind kommt aus der Eurozone: Trotz schwächerer Konjunktur in den Schwellenländern lässt die europäische Konjunkturbelebung die Erwartungen der hessischen Exporteure deutlich steigen. Nach einer Schwächephase Anfang 2013 entwickelt sich das Auslandsgeschäft 2014 wieder zu einer tragenden Säule der konjunkturellen Dynamik. Auch das Inlandsgeschäft sollte aufgrund spürbar steigender Beschäftigungspläne wie im vergangenen Jahr die Konjunktur beflügeln.

„Damit sich das Wachstumspotenzial der hessischen Wirtschaft voll entfalten kann, darf der wirtschaftspolitische Kurs in Bund und Land nun nicht in ein Bermudadreieck aus Fehlanreizen beim Mindestlohn, der Rentenpolitik und der Energiewende führen. In wirtschaftlich guten Zeiten sollte vielmehr die Zukunftsfähigkeit unseres Landes stets im Vordergrund politischer Entscheidungen stehen“, ergänzte Prof. Dr. Müller.

Das IHK-Geschäftsklima für Hessen liegt aktuell bei 121 Punkten (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Das ist ein Zuwachs von fünf Zählern gegenüber der Vorumfrage. Der Anteil der Unternehmen, der von aktuell guten Geschäften berichtet, steigt auf 39 Prozent (plus drei Prozentpunkte). Nur noch zehn Prozent bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht (minus zwei Prozentpunkte). Bei den Erwartungen steigt der Anteil der Optimisten auf 26 Prozent (plus drei Prozentpunkte); der Anteil der Pessimisten geht auf zwölf Prozent zurück (minus zwei Prozentpunkte).

Beschäftigung: Die Unternehmen wollen in den nächsten Monaten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Inzwischen planen 17 Prozent der Betriebe mit mehr Mitarbeitern (plus drei Prozentpunkte), nur noch zwölf Prozent mit weniger (minus ein Prozentpunkt).

Investitionen: Die Investitionspläne bleiben stabil auf gutem Niveau. Nach wie vor wollen mehr Unternehmen in den kommenden Monaten zusätzliche Mittel für Investitionen aufwenden (22 Prozent) als weniger (17 Prozent). Damit ist der Anteil der Optimisten um einen Prozentpunkt gestiegen; der der Pessimisten ist um einen Prozentpunkt gesunken.

Exporte: Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone beflügelt die Exporterwartungen der hessischen Unternehmen. 31 Prozent der Exporteure rechnen in den folgenden Monaten mit steigenden Ausfuhrerlösen (plus sieben Prozentpunkte), neun Prozent mit sinkenden (plus ein Prozentpunkt).

Branchen: Von der deutlichen Belebung der Konjunktur profitieren fast alle Branchen. Den größten Stimmungsanstieg verzeichnen die Unternehmen in der Verkehrswirtschaft. Hier steigt der IHK-Geschäftsklimaindikator um satte 14 Punkte auf 118 Zähler. 90 Prozent der Unternehmen berichten von aktuell guten oder befriedigenden Geschäften (Vorumfrage: 82 Prozent), 87 Prozent erwarten in den nächsten Monaten bessere oder gleichbleibend gute Geschäfte (Vorumfrage: 78 Prozent). Spitzenreiter beim Geschäftsklima bleiben die unternehmensbezogenen Dienstleister, deren Klimaindex um weitere drei Zähler auf starke 131 Punkte ansteigt. Derzeit berichten 49 Prozent der Betriebe von guten Geschäften (plus vier Prozentpunkte), weiterhin neun Prozent von schlechten. Auf gutem Niveau, aber leicht rückläufig ist das Geschäftsklima bei Bauunternehmen und personenbezogenen Dienstleistern, das um jeweils zwei Zähler auf 119 bzw. 113 Punkte zurückgeht.

Weitere Informationen: Annett Fleischfresser
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