Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs zur Integrierten Ausbildungsberichterstattung: Mehr Schüler in Warteschleifen ist „Fehlentwicklung“

Die neue Landesregierung muss mehr tun, um die Ausbildungsreife von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Dies ist das Fazit, das die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern (ARGE) aus den gestern veröffentlichten Zahlen der Integrierten Ausbildungsberichterstattung des Hessischen Statistischen Landesamts zieht.

28.02.2014: Die neue Landesregierung muss mehr tun, um die Ausbildungsreife von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Dies ist das Fazit, das die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern (ARGE) aus den gestern veröffentlichten Zahlen der Integrierten Ausbildungsberichterstattung des Hessischen Statistischen Landesamts zieht. „Die neuen Zahlen zeigen, dass der Anteil von Schülern, die nach der Sekundarstufe 1 eine ‚Warteschleife‘ drehen, anstatt eine Ausbildung zu beginnen, gestiegen ist. Angesichts des Fachkräftemangels ist diese Entwicklung höchst kontraproduktiv“, kritisiert Dr. Brigitte Scheuerle, Federführerin Aus- und Weiterbildung der ARGE.

Während die Anzahl der Schüler, die im Schuljahr 2013/2014 die Sekundarstufe 1 verließen, um 1.900 auf 110.400 abnahm, blieb die Zahl derer, die davon in ausbildungs- und berufsvorbereitende Maßnahmen mündet, mit 17.800 Schülern gleich hoch. „Es ist wichtig, dass wir Instrumente wie die Integrierte Ausbildungsberichterstattung nutzen, um aus solchen Fehlentwicklungen die richtigen Schlüsse zu ziehen“, betont Dr. Scheuerle. Insofern sei es ein positives Signal, dass die neue Hessische Landesregierung die Berufsorientierung in den Schulen als eine bildungspolitische Priorität gesetzt habe. „Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs sollten die Schulen mehr individuell fördern und mit Berufsorientierung Perspektiven schaffen, die die Jugendlichen zum Lernen motivieren“, fordert Dr. Scheuerle. Die Übergänge von Schülern in die Duale Berufsausbildung oder ins Abitur sollten aus Sicht der Wirtschaft auch regional konsequent überprüft werden, um Fehlentwicklungen angesichts des Fachkräftebedarfs entgegenzuwirken.

Weitere Informationen: Julia Droege
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