IHK-Geschäftsklima Hessen: Wirtschaft wächst trotz Hindernissen

Die Konjunktur in Hessen brummt. Aktuell berichten mehr als 90 Prozent aller Unternehmen von guten oder befriedigenden Geschäften. Mehr als jedes Vierte erwartet, dass seine Geschäfte in den nächsten Monaten noch besser laufen.

26.05.2014: „Die Konjunktur in Hessen brummt. Aktuell berichten mehr als 90 Prozent aller Unternehmen von guten oder befriedigenden Geschäften. Mehr als jedes Vierte erwartet, dass seine Geschäfte in den nächsten Monaten noch besser laufen“, kommentierte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, die aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter mehr als 9.000 Mitgliedsunternehmen in Hessen. In nahezu allen Branchen steige die Stimmung: „Das Inlandsgeschäft und der florierende Arbeitsmarkt treiben das Wachstum in Hessen voran. Die Exporteure halten ihre Erwartungen stabil, schalten aber wohl auch wegen der Ukraine-Krise nicht noch einmal einen Gang hoch“, so Prof. Müller weiter.

Der schwungvolle Konjunkturverlauf in den ersten Monaten des Jahres sollte sich trotz einiger Risiken in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. „Ein Wermutstropfen für die Unternehmen ist das Rentenpaket der Bundesregierung. Damit wird eine Bürde für die Zukunft geschaffen, die die Beitragssätze zur Rentenversicherung steigen lässt und letztendlich den Fachkräftemangel verschärfen wird. Deutlich mehr als jedes dritte Unternehmen sieht in steigenden Arbeitskosten und im Fachkräftemangel Konjunktur-risiken. Das sind die höchsten Werte seit vier Jahren“, so Prof. Dr. Müller weiter. Die hessischen Industrie- und Handelskammern erwarten in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als zwei Prozent in Hessen.

Die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Detail:

Das IHK-Geschäftsklima für Hessen steigt um drei Zähler und liegt aktuell bei 124 Punkten (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Der Anteil der Unternehmen, die von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage berichten, steigt um einen Prozentpunkt auf 91 Prozent. Mehr Unternehmen als in der Vorumfrage zum Jahresbeginn 2014 erwarten in den nächsten Monaten bessere Geschäfte (plus zwei Prozentpunkte), mit schlechteren Geschäften rechnen nur noch elf Prozent (minus ein Prozentpunkt).


Beschäftigung. Weiterhin expansiv sind die Personalpläne der Unternehmen in Hessen. Wie zuvor wollen 17 Prozent der Unternehmen in den nächsten Monaten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Ebenso konstant bleibt der Anteil, der mit weniger Mitarbeitern plant (12 Prozent). Besonders groß ist der Anteil an Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen wollen, in der Luftverkehrswirtschaft.

Investitionen. Auch das Investitionsklima in Hessen bleibt auf dem guten Niveau der Vorumfrage. Weiterhin 83 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten Monaten mit steigenden oder konstanten Investitionsausgaben. Insbesondere die Metallerzeugende Industrie und der Fahrzeugbau wollen mehr investieren.

Exporte. Die Exporterwartungen trüben sich auf gutem Niveau etwas ein. Zwar sinkt die Zahl der Unternehmen, die abnehmende Ausfuhrerlöse erwarten, um zwei Prozentpunkte auf sieben Prozent. Aber auch der Anteil, der mit steigenden Ausfuhren kalkuliert, geht um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent zurück. Gelingt es, die Entwicklungen in der Ukraine in ruhigeres Fahrwasser zu führen, sollten sich auch die Bremsspuren bei den Exporten in Grenzen halten.

Branchen. Der breite Aufschwung der Konjunktur in Hessen erfasst nahezu alle Branchen. Den größten Stimmungsanstieg verzeichnen die Großhändler und Handelsvermittler. Hier steigt der IHK-Geschäftsklimaindikator um starke zehn Zähler auf 129 Punkte. 91 Prozent der Unternehmen berichten von guten oder befriedigenden Geschäften (Vorumfrage: 86 Prozent). Sogar 93 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten bessere oder gleichbleibend gute Geschäfte (Vorumfrage: 89 Prozent). Die Industrie bleibt Triebfeder der guten Konjunkturentwicklung in Hessen. Der Geschäftsklimaindex für die Industrieunternehmen legt um fünf Zähler auf 127 Punkte zu. Das ist der beste Wert seit drei Jahren. Spitzenreiter beim Geschäftsklima sind die Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft sowie die Unternehmensbezogenen Dienstleister. In beiden Branchen liegt das IHK-Geschäftsklima bei 130 Punkten. 92 Prozent der Unternehmensbezogenen Dienstleister berichten von einer guten oder befriedigenden aktuellen Geschäftslage (plus ein Prozentpunkt), bei den Unternehmen der Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft sind es 96 Prozent (minus ein Prozentpunkt).

Bessere Geschäfte in den folgenden Monaten erwarten 32 Prozent der Unternehmensbezogenen Dienstleister (minus zwei Prozentpunkte) und 26 Prozent der Unternehmen in der Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft (plus sieben Prozentpunkte). Schlechtere Geschäfte erwarten jeweils elf Prozent der Unternehmen. Die Bauwirtschaft verzeichnet ein rückläufiges Geschäftsklima. Offenbar hat der milde Winter mit durchgehend guten Geschäften für die Branche die sonst übliche Frühjahrsbelebung verhindert und die Stimmung entsprechend gedrückt. Der IHK-Geschäftsklimaindikator geht um sechs Zähler auf 113 Punkte zurück. Vor allem die schlechtere aktuelle Geschäftslage lässt das Geschäftsklima sinken. 16 Prozent der Bauunternehmen berichten von derzeit schlechten Geschäften, zuvor waren es nur neun Prozent. Auch der Anteil, der von guten Geschäften berichtet, ist von 43 auf 36 Prozent zurückgegangen.

Weitere Informationen: Julia Droege
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