Hessischer Bildungsgipfel – Studien- und Berufsorientierung in den Fokus nehmen

Eine Woche vor dem Beginn des Hessischen Bildungsgipfels weisen die Vertreter der hessischen Wirtschaftsorganisationen auf die Notwendigkeit hin, dass die Studien- und Berufsorientierung in den hessischen Schulen eine größere Bedeutung erhält.

11.09.2014: Eine Woche vor dem Beginn des Hessischen Bildungsgipfels weisen die Vertreter der hessischen Wirtschaftsorganisationen auf die Notwendigkeit hin, dass die Studien- und Berufsorientierung in den hessischen Schulen eine größere Bedeutung erhält. „Der gemeinsame Fokus ist klar: Nur wenn Jugendliche in der Schule eine gute Berufsorientierung erhalten, können sie eine fundierte Berufswahl treffen und erfolgreich in das Berufsleben starten“, erklärten die Vertreter der hessischen Industrie-und Handelskammern (ARGE), der hessischen Handwerkskammern (HHT) und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Heute stehen den Jugendlichen viele Optionen offen, doch den Beruf zu finden, der zu einem passt, fällt gerade deshalb häufig schwer. „Mehr als 80 Prozent des Fachkräftebedarfs kommt aus der beruflichen Bildung. Deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche die vielfältigen dualen Ausbildungsberufe kennen und in ihrer Berufswahl berücksichtigen“, erklärten die Vertreter der hessischen Wirtschaft. „Im Mittelpunkt des Bildungsgipfels müssen Jugendliche und Lehrkräfte stehen, die im Prozess der Studien- und Berufsorientierung Unterstützung und Begleitung brauchen. Ideologische Diskussionen gehören der Vergangenheit an, es muss um Qualität und nachhaltige Ansätze der Studien- und Berufsorientierung gehen.“

 

Im Frühjahr 2012 äußerten nur noch 47 Prozent der Schulabgänger den Wunsch, eine duale Ausbildung zu absolvieren. Das sei ein Rückgang des Interesses um zehn Prozentpunkte innerhalb von sechs Jahren, so Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger. Aus Sicht des hessischen Handwerks sei dies eine Fehlentwicklung, die unter anderem durch eine entsprechende Berufs- und Studienorientierung an allgemeinbildenden Schulen, aber auch an den Hochschulen gestoppt werden müsse. „57 Prozent der Schulabgänger nehmen ein Studium auf, 35 Prozent brechen es wieder ab. Auch, weil sie ihre Talente nicht kennen oder falsche Vorstellungen von dem gewählten Fachgebiet haben. Das ist nicht der richtige Weg“, so Ehinger.

 

Um die Berufs- und Studienorientierung voranzutreiben, haben die Kammern, die Regionaldirektion der Arbeitsagentur und die VhU ein Gütesiegel im Rahmen der OloV-Initiative („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“) des Landes Hessen initiiert, mit dem das Kultusministerium inzwischen 151 Schulen auszeichnen konnte. „Dieses Gütesiegel ist aus Sicht der Wirtschaft ein gutes Instrument, um Berufsorientierung an Schulen zu fördern. Es muss gesichert und weiterentwickelt werden“, sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender. Die VhU rege an, Lehrkräfte bereits in der Hochschule für eine gelingende berufliche Orientierung der Schüler zu qualifizieren. Nur so werde es auf lange Sicht gelingen, dass Lehrende diese Aufgabe auch übernehmen könnten.

 

ARGE-Geschäftsführer Matthias Gräßle ist es wichtig, dass beim Bildungsgipfel nicht nur über Einzelmaßnahmen und Schulformen gesprochen wird, sondern grundlegende bildungspolitische Ziele erarbeitet werden und daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet werden.

 

 

Rückfragen bitte an:

 

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.

Dr. Ulrich Kirsch, Leiter Kommunikation und Presse, Telefon: 069 95808-150, E-Mail: ukirsch@vhu.de

 

Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main

Reinhard Fröhlich, Geschäftsführer Unternehmenskommunikation, Telefon: 069-2197 1254, E-Mail: r.froehlich@frankfurt-main.ihk.de

 

Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Patricia Borna, Leiterin Kommunikation, Telefon: 069 97172-125, E-Mail: borna@hwk-rhein-main.de

Weitere Informationen: Anna Küchler
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