Konjunktur in Hessen zieht an

Der leichte Aufwärtstrend zum Jahresbeginn hat sich zu einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung in Hessen entwickelt. „Haupttreiber der derzeitigen Entwicklung ist die starke Binnennachfrage. Lohnzuwächse, die niedrigen Energiekosten und die Mini-Inflation lassen den Verbrauchern mehr Spielraum für privaten Konsum. Auch der hessische Arbeitsmarkt ist in blendender Verfassung. Die Beschäftigungspläne unserer Mitgliedsunternehmen deuten darauf hin, dass in den kommenden Monaten noch mehr Personal gesucht wird.“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), anlässlich der Präsentation der aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter fast 9.000 Mitgliedsunternehmen in Hessen.

26.05.2015: Der leichte Aufwärtstrend zum Jahresbeginn hat sich zu einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung in Hessen entwickelt. „Haupttreiber der derzeitigen Entwicklung ist die starke Binnennachfrage. Lohnzuwächse, die niedrigen Energiekosten und die Mini-Inflation lassen den Verbrauchern mehr Spielraum für privaten Konsum. Auch der hessische Arbeitsmarkt ist in blendender Verfassung. Die Beschäftigungspläne unserer Mitgliedsunternehmen deuten darauf hin, dass in den kommenden Monaten noch mehr Personal gesucht wird.“, sagte Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), anlässlich der Präsentation der aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage unter fast 9.000 Mitgliedsunternehmen in Hessen.

 

Das IHK-Geschäftsklima für Hessen ist seit Jahresbeginn um vier Zähler gestiegen und liegt aktuell bei 122 Zählern (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). Der Anteil der Unternehmen, die von einer guten Geschäftslage berichten, klettert auf 42 Prozent. Nur acht Prozent bewerten ihre Geschäftslage als schlecht. Auch die Geschäftserwartungen steigen weiter: 25 Prozent der Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten bessere Geschäfte, das ist ein Plus von vier Punkten. Nur rund jedes achte Unternehmen rechnet mit schlechteren Geschäften in der Zukunft.

 

„Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt.“, sagte der ARGE-Vorsitzende. 2014 sei Hessen langsamer gewachsen als Deutschland insgesamt. Dies sei ein Zeichen, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nicht aus den Augen verloren werden dürfe. „Das billige Öl und der günstige Eurokurs sind ein unverhofftes Konjunkturpaket für die hessische Wirtschaft. Zugleich werden aber schädliche wirtschaftspolitische Entscheidungen umgesetzt, die im aktuellen Aufschwung zwar keine deutlichen Spuren hinterlassen, aber der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im nächsten Abschwung einen Bärendienst erweisen werden.“, so Prof. Dr. Müller. Daher sei es jetzt an der Zeit, die richtigen Rahmenbedingungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Hessen zu setzen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern lädt deshalb Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und weitere Beteiligte ein, gemeinsam eine Agenda für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Hessen zu erarbeiten. „Wir schlagen vor, entlang der drei strategischen Leitlinien Infrastruktur, Bau und Arbeit, gemeinsam mit den betroffenen Akteuren darüber nachzudenken, wie der Wirtschaftsstandort Hessen fit für die Zukunft gemacht werden kann. Wir laden zu einem offenen Dialog ein, um mit den Beteiligten diese Handlungsfelder mit Leben zu füllen.“, erläuterte Prof. Dr. Müller weiter.

 

Zu den Branchenergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage informierte Chefvolkswirt Dr. Ralf Geruschkat, dass der IHK-Geschäftsklimaindikator in fast allen Branchen angestiegen ist. Spitzenreiter in der Stimmung sind die Unternehmensbezogenen Dienstleister mit einem Index von 131 Zählern (plus ein Punkt). Mehr als die Hälfte dieser Dienstleister berichtet von guten Geschäften und fast 30 Prozent erwarten noch bessere Geschäfte in den kommenden Monaten. Aber auch in der Industrie (125 Zähler, plus sechs Punkte) und im Baugewerbe (122 Zähler, plus zehn Punkte) läuft es aktuell sehr gut. Schlusslicht bildet mit 114 Zählern der Einzelhandel, obwohl der Klimaindex um satte elf Punkte im Vergleich zur Vorumfrage zunimmt – das ist im Branchenvergleich der höchste Anstieg. Mittlerweile laufen für jeden dritten Einzelhändler die Geschäfte gut (plus sechs Punkte) und mehr als ein Fünftel erwartet bessere Geschäfte in den kommenden Monaten (plus sieben Punkte). Einzig in der Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft fällt der Geschäftsklimaindex. Das niedrige Zinsniveau und die Regulierungsvorhaben hinterlassen Spuren, vor allem in den Erwartungen. Mit 116 Zählern liegt der Klimaindex der Branche allerdings noch vor den Personenbezogenen Dienstleistern (115 Zähler, plus ein Punkt) und gleichauf mit der Verkehrswirtschaft (plus ein Punkt) sowie dem Hotel- und Gaststättengewerbe (plus ein Punkt).

 

Weitere Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Detail:

Das IHK-Geschäftsklima für Hessen steigt um vier Punkte und liegt aktuell bei 122 Zählern (ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung). 42 Prozent der Unternehmen berichten von guten Geschäften (plus ein Prozentpunkt), die Hälfte erachtet die Geschäftslage als befriedigend. Nur knapp jedes zwölfte Unternehmen bezeichnet seine aktuelle Geschäftslage als schlecht (minus zwei Prozentpunkte). Die Erwartungen der hessischen Unternehmen sind abermals gestiegen: Jedes vierte Unternehmen in Hessen blickt mittlerweile optimistisch in die Zukunft (plus vier Prozentpunkte). Der Anteil der pessimistisch gestimmten Unternehmen hat sich im Vergleich zum Jahresbeginn um zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent verringert. 62 Prozent der hessischen Unternehmen erwarten eine konstante Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten.

Beschäftigung. Die Beschäftigungspläne der hessischen Unternehmen lassen eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus und eine Reduzierung der Arbeitslosenzahlen erwarten. 18 Prozent der Unternehmen planen mit steigenden Mitarbeiterzahlen (plus zwei Prozentpunkte), elf Prozent wollen Beschäftigungsverhältnisse abbauen (minus ein Prozentpunkt).

Investitionen. Die Investitionsbereitschaft der hessischen Unternehmen steigt leicht. 23 Prozent der Unternehmen wollen mehr investieren (plus ein Prozentpunkt). Gleichzeitig fällt der Anteil, der weniger investieren will, auf 16 Prozent (minus zwei Prozentpunkte).

 

Exporte. Trotz gestiegener Auftragseingänge aus dem Ausland und des schwachen Eurokurses sind die Exporterwartungen etwas verhalten. Mehr als ein Viertel der Unternehmen erwartet einen Anstieg ihres Exportvolumens (minus drei Prozentpunkte). Allerdings rechnen auch nur neun Prozent mit weniger Exporten in den nächsten Monaten, ein Minus von zwei Prozentpunkten.

 

Weitere Informationen: Anne Waldeck
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