Hessisches Gastgewerbe verspricht Attraktivität der Ausbildungsplätze zu steigern

Die Qualität der Ausbildung im dualen System ist ein Grundpfeiler der erfolgreichen Fachkräftesicherung. Die hessischen Industrie- und Handelskammern und der Hotel- und Gastronomieverband Hessen e.V. machen sich deshalb gemeinsam für die Qualitätssicherung in den Betrieben stark.

23.10.2015: Die Qualität der Ausbildung im dualen System ist ein Grundpfeiler der erfolgreichen Fachkräftesicherung. Die hessischen Industrie- und Handelskammern und der Hotel- und Gastronomieverband Hessen e.V. machen sich deshalb gemeinsam für die Qualitätssicherung in den Betrieben stark. Dies war Inhalt der feierlichen Übergabe des Ausbildungsversprechens im hessischen Gastgewerbe am 23. Oktober in der IHK Frankfurt am Main. „Unsere Messlatte muss sein, die Qualität der Berufsausbildung zu sichern und zu steigern sowie die Vertragslösungsquote in der Ausbildung und die Abwanderung junger Fachkräfte zu reduzieren“, sagt Eduard M. Singer, stellvertretender Präsident Hotel und Gastronomieverband DEHOGA Hessen. Hintergrund dieser Initiative ist die Sicherstellung einer angemessenen Qualitätssicherung der Ausbildung, die individuelle Förderung der Auszubildenden und die praktischen Umsetzung der Lehrinhalte in den jeweiligen Betrieben.

 

Grundlage für das Ausbildungsversprechen ist das im März verabredete hessische Bündnis für Ausbildung, an dem die Wirtschaft, die Landesregierung, die Städte und Gemeinden, aber auch erstmals die Gewerkschaften beteiligt sind. Das Bündnis für Ausbildung beschäftigt sich ausführlich mit der Attraktivität und Qualität der Ausbildung. Neben den Betrieben und Auszubildenden sind auch die Berufsschulen als wichtiger Partner aufgeführt. Die hessischen Industrie- und Handelskammern haben daher eine Qualitätsinitiative mit dem Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e.V. verabredet und als ihren Beitrag in das Bündnis eingebracht. Hierfür wurden die Unternehmen von den insgesamt zehn hessischen IHKs zur Teilnahme am Ausbildungsversprechen eingeladen. Eine Mitgliedschaft beim DEHOGA Hessen e.V. spielte dabei keine Rolle. Diese Offensive beinhaltet ein offizielles Ausbildungsversprechen der einzelnen Ausbildungsbetriebe. Die Aktion soll über den formellen rechtlichen Ausbildungsvertrag hinaus den Einsatz, die Einstellung, die Akzeptanz und die Umsetzung der Regeln einer qualitativen Ausbildung in den Unternehmen öffentlich unterstreichen.

 

Zum Ausbildungsversprechen bekennen sich in Hessen derzeit 200 Unternehmen. Bei der feierlichen Übergabe des Ausbildungsversprechens zwischen der IHK Frankfurt und dem DEHOGA Hessen e.V. waren Vertreter von 30 Betrieben stellvertretend für alle anderen anwesend. „Die Qualität der Ausbildung ist eine besonders wichtige Säule im dualen Ausbildungssystem. Nur mit guter Qualität werden hohe Abbruchquoten und eine Beeinträchtigung des Images vermieden“, sagt Thomas Reichert, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, in seiner Begrüßungsansprache.

 

„Der Wettbewerb um engagierte und ehrgeizige Auszubildende ist spürbar enger geworden. Zudem haben sich die Ansprüche an Karriere, Beruf und Privatleben der jungen Generation im digitalen Zeitalter rasant verändert. Umso erfreulicher ist es, dass der DEHOGA Hessen e.V. zusammen mit der Industrie und Handelskammer nunmehr mit der Initiative der Ausbildungsversprechen in die Breitenwirkung einsteigt“, sagt Monika Wenzel, Leiterin des Referats Berufliche Bildung, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

 

 

Weitere Informationen: Elisa Wrabetz
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