Hessische Wirtschaft in guter Verfassung

Die hessische Wirtschaft hält in unruhigen Zeiten Kurs.

21.10.2015: Die hessische Wirtschaft hält in unruhigen Zeiten Kurs. „Trotz zahlreicher Krisenmeldungen und einer schwierigen Lage auf dem internationalen Parkett bleiben die hessischen Unternehmen auf einem guten Wachstumskurs. Aktuell wird die Konjunktur vor allem von der starken Konsumbereitschaft der privaten Haushalte sowie hohen Investitionen im Wohnungsbau getragen. Die für den Bund vorhergesagten 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr sollte Hessen unter diesen Umständen ebenfalls erreichen“, so kommentiert Prof. Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), die aktuelle Konjunkturumfrage der hessischen IHKs unter 10.000 Mitgliedsunternehmen.

 

 

Das Exportvolumen der hessischen Unternehmen hat zuletzt weiter zugenommen. „Zwar wirkt sich die Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern, insbesondere auch in China, dämpfend auf das Exportgeschäft aus. Insgesamt aber profitieren die hessischen Exporteure vom niedrigen Euro-Kurs, der guten Konjunktur in den Vereinigten Staaten und Großbritannien sowie der allmählichen Erholung im Euro-Raum“, ergänzt der ARGE-Vorsitzende.

 

 

„Die Situation auf dem hessischen Arbeitsmarkt wird auch in den kommenden Monaten günstig bleiben, schließlich möchten mehr Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen als Stellen abbauen“, bewertet Prof. Dr. Müller die aktuellen Beschäftigungsabsichten der Unternehmen. Allerdings bleibt die Investitionsbereitschaft der Unternehmen trotz der guten Konjunktur nach wie vor verhalten. „Das ist nicht nur eine Folge von Unsicherheiten über die zukünftige Nachfrageentwicklung, sondern auch ein Zeichen fehlenden Vertrauens in die Wirtschaftspolitik. Es ist bedenklich, dass 43 Prozent der hessischen Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen eines der Hauptrisiken für die zukünftige Entwicklung sehen“, äußert sich Müller kritisch. Angesichts deutlich gesunkener Energie- und Rohstoffpreise sehen nur noch
22 Prozent der hessischen Unternehmen in deren Entwicklung ein wesentliches Risiko. Hierzu bemerkt der ARGE-Vorsitzende: „Die aktuell günstige Preisentwicklung auf den Energie- und Rohstoffmärkten wird hingegen nicht von Dauer sein. Die Bewältigung der Energiewende, die Versorgungssicherheit bei bezahlbaren Preisen gewährleistet, bleibt eine der größten politischen Herausforderungen“.

 

 

Weitere Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Detail
Der IHK-Geschäftsklimaindex für Hessen sinkt gegenüber dem Frühsommer geringfügig um einen Punkt, liegt aber mit 121 Punkten weiterhin auf einem hohen Niveau.

 

 

Geschäftslage: Die hessischen Unternehmen sind mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. 91 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Situation als „gut“ oder „befriedigend“, lediglich neun Prozent als „schlecht“.

 

 

Erwartungen: 23 Prozent der Unternehmen blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Frühsommer. 15 Prozent befürchten hingegen eine eher negative Entwicklung (plus zwei Prozentpunkte).

 

 

Beschäftigung: Der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre dürfte sich in den kommenden Monaten – wenn auch abgeschwächt – fortsetzen. 18 Prozent der hessischen Unternehmen möchten neue Arbeitsplätze schaffen, elf Prozent planen einen Beschäftigungsabbau.

Investitionen: Die Investitionsbereitschaft bleibt verhalten. Allerdings dürfte das Investitionsvolumen in den kommenden Monaten leicht zunehmen. 23 Prozent der Unternehmen planen eine Ausweitung der Investitionstätigkeit, lediglich 16 Prozent eine Reduzierung.

 

 

Export: Von Sorgen über eine konjunkturelle Abschwächung in den Schwellenländern ist in der hessischen Wirtschaft wenig zu spüren. 87 Prozent der Exporteure erwarten ein zunehmendes oder gleich bleibendes Auslandsgeschäft; negative Exporterwartungen haben lediglich 13 Prozent der Unternehmen.

Weitere Informationen: Anne Waldeck
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