Wallauer Spange wird Realität

Im Zuge der Wiederaufnahme des Planungsprozesses der Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim soll auch die sogenannte ‚Wallauer Spange‘ realisiert werden. Allein dies ist für den Knoten Frankfurt eine gute Botschaft.

13.01.2016: Im Zuge der Wiederaufnahme des Planungsprozesses der Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim soll auch die sogenannte ‚Wallauer Spange‘ realisiert werden. Diese wird Wiesbaden in nur 13 Minuten mit dem Flughafen-Fernbahnhof verbinden. Sie stellt zudem einen Lückenschluss zwischen der Schnellfahrstrecke Köln – Rhein/Main und ihrem Abzweig nach Wiesbaden dar, der heute nur von Norden her besteht. Der Planungsprozess soll bereits 2016 aufgenommen werden. Allein dies ist für den Knoten Frankfurt eine gute Botschaft. Noch im Regionalen Nahverkehrsplan des RMV aus dem Jahr 2013 taucht die Wallauer Spange zwar als Projekt auf, allerdings ohne konkreten Zeitplan für Planung und Bau.

 

Die Wallauer Spange steht in enger Verbindung mit der Neubaustrecke von Frankfurt nach Mannheim über Darmstadt. Auch hier ist die Wiederaufnahme des Planungsverfahrens in Verbindung mit einem intensiven Dialogverfahren mit den Bürgern eine sehr gute Nachricht. Der Neubau dieser Verbindung ist nicht erst seit Jahren, sondern seit Jahrzehnten überfällig. Hessen ist hier das bundesweite Nadelöhr.

 

„Es ist eine überaus positive Nachricht, wenn jetzt Land und Bund zusammen mit der Deutschen Bahn AG an einem Strang ziehen und dieses für die Region und das gesamte deutsche Schienennetz so wichtige Projekt mit Nachdruck vorantreiben. Die immense Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur scheint endlich in den Köpfen der Politik angekommen zu sein“, sagt Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs. „Die hessische Wirtschaft setzt sich seit vielen Jahren für dieses Projekt ein“.

 

Impulse erhoffen sich die IHKs auch von dem im 1. Quartal 2016 erwarteten Bundesverkehrswegeplan (BVWP). „Es steht zu hoffen, dass viele Projekte der Region in den BVWP aufgenommen und dadurch bessere Umsetzungschancen erhalten“, sagt Gräßle.

 

Entscheidend sei, dass die genannten Projekte einen hohen Stellenwert im Bundesverkehrswegeplan erhalten. „Hier darf das Land beim Bund nicht locker lassen. Zudem muss die Dringlichkeit der geplanten Projekte noch die Bürger überzeugen“, ergänzt Gräßle. „Hierfür ist das Dialogverfahren der absolut richtige Weg.“ Wenn die Schieneninfrastruktur nicht schnellstmöglich ertüchtigt wird, hätte dies angesichts des rasanten Bevölkerungswachstum gerade in der Metropolregion FrankfurtRheinMain fatale Folgen für das komplette Verkehrssystem. Ohne die Schiene drohte es zum Verkehrskollaps auf der Straße zu kommen und viele Pendler würden ihren Arbeitsplatz nur schwerlich und mit immensem Zeitaufwand erreichen. Und auch die regionale Wirtschaft stünde permanent im Stau.

Weitere Informationen: Anna Küchler
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