Reform der Erbschaftsteuer: Verunsicherung bei Unternehmen steigt

„Durch Einschaltung des Vermittlungsausschusses verlängert sich die Phase, in der Unsicherheit darüber besteht, wie man Familienunternehmen auf die nächste Generation übertragen kann. Das ist nicht zuletzt schädlich für Investitionen und Arbeitsplätze hierzulande“, betont Dr. Matthias Leder, Federführer Steuern der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen.

12.07.2016: „Durch Einschaltung des Vermittlungsausschusses verlängert sich die Phase, in der Unsicherheit darüber besteht, wie man Familienunternehmen auf die nächste Generation übertragen kann. Das ist nicht zuletzt schädlich für Investitionen und Arbeitsplätze hierzulande“, betont Dr. Matthias Leder, Federführer Steuern der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen. Der Beschluss des Gesetzes zur Neuregelung der Erbschaftsteuer ist vertagt worden. In seiner Sitzung vom 8. Juli 2016 hat der Bundesrat den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat mit dem Ziel der grundlegenden Überarbeitung des Gesetzentwurfs angerufen.

 

Eineinhalb Jahre haben die Steuerexperten in Bund und Ländern am neuen Gesetz gearbeitet. Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf werden gezielt die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts aufgegriffen. Auf die Familienunternehmen, insbesondere die größeren, werden nach aktuellem Stand erhebliche Mehrbelastungen zukommen. Nach dem Urteil der Verfassungsrichter war klar, dass es zu Verschärfungen bei der Übertragung von Betrieben kommen wird. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum einige Bundesländer und auch Stimmen in Berlin nun davon sprechen, die Betriebe würden zu weitgehend verschont. Die Verunsicherung bei den Unternehmen steigt mit jedem zusätzlichen Monat, in dem keine Einigung vorliegt“, sagt Leder.

 

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