Gründer: Vereinfachte Steuerpolitik und Bürokratieabbau am besten Pioniergeist fördern

Ein weniger kompliziertes Steuersystem und der Abbau von Bürokratie würden potenziellen Unternehmensgründern am meisten helfen. Diese Forderung hat die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) mit Blick auf das aktuell vorgestellte Papier „Für eine Gründungskultur in Deutschland“ bekräftigt, zu dessen Autoren der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir gehört.

13.06.2017: Ein weniger kompliziertes Steuersystem und der Abbau von Bürokratie würden potenziellen Unternehmensgründern am meisten helfen. Diese Forderung hat die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE) mit Blick auf das aktuell vorgestellte Papier „Für eine Gründungskultur in Deutschland“ bekräftigt, zu dessen Autoren der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir gehört.

 

Darin bekräftigt der hessische Wirtschaftsminister die Vielfalt der Gründungslandschaft und die große Bedeutung einer lebendigen, vielschichtigen Gründerszene für die Entwicklung der Wirtschaft. „Die Industrie- und Handelskammern in Hessen leisten seit Jahrzehnten einen maßgeblichen Beitrag bei der Beratung und Unterstützung von Menschen, die ihre eigene Unternehmung aufbauen wollen und sind deshalb ein unverzichtbarer Partner im Gefüge aller Maßnahmen zur Förderung von Existenzgründungen“, sagte der ARGE-Vorsitzende Eberhard Flammer mit Blick auf die 5.159 jährlichen Beratungen der IHKs .

 

Leicht verfügbares Gründerkapital, die Vermittlung von Unternehmensgeist bereits in der Schule und mehr Freiraum für Gründer: „All diese Hinweise, die der Wirtschaftsminister in dem Papier formuliert an, teilen wir ausdrücklich.“ Neben der kleinen, aber wichtigen Start-up-Szene sieht die ARGE für einen zunehmend größeren Kreis von Gründern die Notwendigkeit, Risikokapital beispielsweise über regionale Gründerfonds bereit zu stellen und die Bürgschaftsbank durch Anhebung der Grenzen zu stärken. Dies würde vielen Gründern helfen, die ein Unternehmen übernehmen wollen und könnte zahlreiche Arbeitsplätze sichern und schaffen.

 

Gleichwohl könne unternehmerischer Pioniergeist nicht durch Pro-gramme oder Maßnahmen verordnet werden, sondern das gesellschaftliche Klima sei entscheidend. „In dem Maße, in dem sich eine Vollkasko-Mentalität auch schon bei jüngeren Generationen durchsetzt, schwindet die Risikobereitschaft – und damit der Mut, sich selbständig zu machen.“ Umso wichtiger sei es, potenziellen Gründern es so ein-fach wie möglich zu machen: „Durch den Abbau von bürokratischen Hürden und eine Vereinfachung der Steuerpolitik.“

Weitere Informationen: Klaus Linke
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