Frisch- und Abwassermonitor der ARGE: Weiterhin große Unterschiede bei Wasserpreisen in Hessen

„Der Frisch- und Abwassermonitor zeigt nach wie vor große Unterschiede bei Wasserpreisen in hessischen Kommunen auf“, so Burghard Loewe, Federführer Umwelt und Energie der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE).

Die Aktualisierung für 2017 verdeutlicht, dass aktuell insgesamt 381 der 426 hessischen Kommunen die Abwassergebühren über das Gebührensplitting erheben, was einem Anteil von rund 89 Prozent entspricht. 2016 hatte der Anteil ebenfalls 89 Prozent (379 Kommunen) betragen. Loewe: „Die meisten Kommunen kommen demnach der verpflichtenden Vorgabe des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs nach, die Abwassergebühren nicht ausschließlich auf Basis der bezogenen Frischwassermenge zu berechnen. Allerdings findet das Gebührensplitting in immer noch 45 Kommunen keine Anwendung.“

 

Der durchschnittliche Frischwasserpreis liegt 2017 mit 2,03 Euro um 0,02 Euro höher als 2016. Damit liegt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr unter der jahresdurchschnittlichen Veränderungsrate des Frischwasserpreises von 1,4 Prozent zwischen 2005 und 2016. Der durchschnittliche Frischwasserpreis zum  1. Januar 2017 lag um 0,30 Euro (17 Prozent) höher als 2005.

 

„Die Betrachtung der einzelnen Kommunen verdeutlicht allerdings stärkere Veränderungen“, so Loewe. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Frischwasserpreis pro Kubikmeter Frischwasser in Hohenstein (Rheingau-Taunus-Kreis) um 26,7 Prozent zurückgegangen, im nordhessischen Niestetal im gleichen Zeitraum um 42,4 Prozent gestiegen. Die Kubikmeterpreise für Frischwasser liegen 2017 zwischen 0,91 Euro in Lorsch und 4,50 Euro in Heidenrod. Damit fällt die Preisspanne mit 3,59 Euro (395 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr (3,73 Euro oder 410 Prozent) etwas niedriger aus. Die hessischen Großstädte liegen alle im Mittelfeld, in Frankfurt etwa kostet der Kubikmeter 1,64 Euro und in Wiesbaden  2,45 Euro.

 

Bei der Abwasserpreisentwicklung pro Kubikmeter ist die Preisspanne über alle Kommunen mit 5,83 Euro etwas niedriger als im Vorjahr (5,89 Euro). Die Ursache hierfür liegt jedoch in einer Preiserhöhung bei der günstigsten Kommune Alsbach-Hähnlein von 1,11 Euro auf 1,17 Euro begründet. Die teuersten fünf Kommunen (Breitenbach am Herzberg, Neuental, Kirtorf, Antrifttal und Lautertal/Vogelsberg) veränderten ihre Preise nicht. In Breitenbach fallen für einen Kubikmeter Abwasser wie auch im Vorjahr 7,00 Euro an. Den größten Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet Neuental mit 35,2 Prozent, dort kostet der Kubikmeter Abwasser nun 4,34 Euro statt 6,70 Euro. Den höchsten Anstieg verzeichnet Siegbach, dort stieg der Kubikmeterpreis um 42,1 Prozent beziehungsweise um 0,83 Euro auf 2,80 Euro an.

 

Neben den Einzelpreisen verdeutlichen auch die Vergleichsrechnungen der Unternehmensbeispiele, dass die Frisch- und Abwasserpreise je nach Standort stark variieren können: Für ein idealtypisches Speditionsunternehmen kann die relative Differenz in den Summen aus Frisch- und Abwasserpreisen 305 Prozent betragen, ein leichter Anstieg gegenüber der Spanne 2015 von 301 Prozent. Bei allen Beispielunternehmen liegt die Preisschere zwischen der günstigsten und der teuersten Kommune bei mindestens 236 und maximal 305 Prozent . Die absoluten Differenzen betragen für Großbäckereien, Galvanikunternehmen sowie Sanitär- und Anlagenbauer über 100.000 Euro pro Jahr.

 

Der Frisch- und Abwassermonitor ist kostenfrei über
www.ihk-hessen.de/themen/umwelt/wassermonitor/ abrufbar.

Weitere Informationen: Klaus Linke
Pressemeldungen
14.11.2017 Die ARGE zur „Hessenkasse“

„Ja“ zur Entschuldung der hessischen Kommunen von Kassenkrediten, aber kein faktischer Zwang zur weiteren Anhebung der Realsteuerhebesätze.

13.11.2017 Gründerreport 2017 erschienen
Hessen verzeichnet mehr Betriebe

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf die Zahl der Unternehmensgründungen in Hessen aus: „Wer heute den Schritt in die Selbständigkeit wagt, tut dies gut vorbereitet und auf der Basis von qualifizierten Chancen“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), Eberhard Flammer. Die Zahl der Betriebe, die aus der Not heraus gegründet werden, nimmt hingegen weiter ab. Das ist das Ergebnis des Gründerreports 2017, den die hessischen Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den Handwerkskammern (HWKs) in Hessen aufgestellt haben.

alle Meldungen

DIHK-Thema der Woche
09.11.2017:
Positive Entwicklung bei Steuereinnahmen für Steuerreform nutzen Lesen Sie hier mehr
IHK-Kontakt

Bitte wählen Sie eine IHK in Ihrer Nähe.
Die Service Center unserer hessischen IHKs stehen Ihnen gerne zur Verfügung


IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
Tel.: +49 6151 871-0
www.darmstadt.ihk.de

IHK Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 2197-0
www.frankfurt-main.ihk.de

IHK Fulda
Tel.: +49 661 284-0
www.ihk-fulda.de

IHK Gießen-Friedberg
Tel.: +49 641 7954-0
www.giessen-friedberg.ihk.de

IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
Tel.: +49 6181 9290-0
www.hanau.ihk.de

IHK Kassel-Marburg
Tel.: +49 561 7891-0
www.ihk-kassel.de

IHK Lahn-Dill
Tel.: +49 2771 842-0
www.ihk-lahndill.de

IHK Limburg a. d. Lahn
Tel.: +49 6431 210-0
www.ihk-limburg.de

IHK Offenbach am Main
Tel.: +49 69 8207-0
www.offenbach.ihk.de

IHK Wiesbaden
Tel.: +49 611 1500-0
www.ihk-wiesbaden.de


Büro der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen
c/o IHK Lahn-Dill
Am Nebelsberg 1
35685 Dillenburg

Tel.: +49 2771 842-1100
Fax: +49 2771 842-1190

info@ihk-hessen.de