ARGE-Konjunkturbericht:
Hessische Wirtschaft weiter in guter Stimmung

Die hessische Wirtschaft weist einen stabilen Aufwärtstrend auf. Das ergibt der aktuelle Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE).

Demnach bezeichnen 47 Prozent der befragten Unternehmen die aktuelle Lage als gut und weitere 45 Prozent als zufriedenstellend. Lediglich acht Prozent beurteilen die momentane Geschäftssituation als schlecht. Ein Ende der guten Konjunktur ist dabei nicht in Sicht: 66 Prozent der hiesigen Betriebe gehen von einer Fortsetzung dieses Trends aus, weitere 23 Prozent erwarten für die kommenden Monate sogar eine noch bessere Geschäftslage. Dass die hessische Wirtschaft optimistisch in die Zukunft blickt, zeigen auch die Investitionsvorhaben. Der Investitionssaldo legt, auf relativ hohem Niveau, nochmals leicht um einen auf 13 Punkte zu. „Spürbare Investitionsimpulse dürften insbesondere von den Verkehrsbetrieben sowie dem Gastgewerbe ausgehen“, sagte der ARGE-Vorsitzende Eberhard Flammer. Zusammenfassend übertrifft der aktuelle Klimaindex mit 125 Punkten das langjährige Mittel von 109 deutlich.

 

Die Einstellungsbereitschaft der hessischen Betriebe ist, laut der Umfrageergebnisse, so hoch wie zuletzt im Frühsommer vor sechs Jahren. „Dem gegenüber steht das Problem, dass 44 Prozent der Unternehmen in Hessen offene Stellen längerfristig nicht besetzen können, da passende Fachkräfte fehlen“, so Flammer, „mittlerweile befürchtet mehr als jeder zweite Betrieb Geschäftseinbußen durch den Fachkräftemangel – ein neuer alarmierender Höchstwert.“Die Auswirkungen seien vielfältig, beispielsweise fühlten sich zahlreiche Unternehmen  in ihrem Wachstumspotenzial eingeschränkt oder müssten Aufträge teilweise ablehnen.

 

Neben dem Fachkräftemangel treibt 42 Prozent der Unternehmen die Sorge vor einer nachlassenden Inlandsnachfrage um. Dank des anziehenden Welthandels sehen nur noch 13 Prozent der Exporteure in einer sinkenden Nachfrage aus dem Ausland ein wesentliches Geschäftsrisiko.

 

Die gute konjunkturelle Lage in der Eurozone sowie die jüngste Belebung der Weltwirtschaft tragen, laut Angaben der Unternehmen, zu einer positiven Entwicklung im Außenhandel bei. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Exportsaldo um satte neun auf 14 Punkte verbessert. „Die Mehrheit der Exporteure erwartet eine stabile Ausfuhrmenge in den kommenden Monaten, 27 Prozent rechnen sogar mit steigenden Exporten“, sagte Flammer.

 

Dass die Erwartungshaltung dennoch leicht hinter den Ergebnissen der Vorumfrage zurückbleibt, sei unter anderem auf die politischen Unwägbarkeiten in vielen Weltregionen und protektionistische Tendenzen die Exportwirtschaft zurück zu führen. „Eine maßgebliche Aufgabe der neuen Bundesregierung wird es sein, diesen Strömungen entgegenzuwirken und gemeinsam mit der Wirtschaft einer breiten Öffentlichkeit die positiven Wohlfahrtseffekte des freien Handels verständlich und selbstbewusst zu vermitteln“, so Flammer.

 

Der komplette ARGE-Konjunkturbericht steht zum Herunterladen bereit.

Weitere Informationen: Klaus Linke
Pressemeldungen
14.11.2017 Die ARGE zur „Hessenkasse“

„Ja“ zur Entschuldung der hessischen Kommunen von Kassenkrediten, aber kein faktischer Zwang zur weiteren Anhebung der Realsteuerhebesätze.

13.11.2017 Gründerreport 2017 erschienen
Hessen verzeichnet mehr Betriebe

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf die Zahl der Unternehmensgründungen in Hessen aus: „Wer heute den Schritt in die Selbständigkeit wagt, tut dies gut vorbereitet und auf der Basis von qualifizierten Chancen“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), Eberhard Flammer. Die Zahl der Betriebe, die aus der Not heraus gegründet werden, nimmt hingegen weiter ab. Das ist das Ergebnis des Gründerreports 2017, den die hessischen Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den Handwerkskammern (HWKs) in Hessen aufgestellt haben.

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