IHK Energiewendebarometer:
Verlagerung der Produktion droht

Fast jedes zehnte hessische Unternehmen trägt sich mit dem Gedanken, seine Produktion in Hessen einzuschränken beziehungsweise Kapazitäten zu verlagern. Das hat die Umfrage des sechsten Energiewende-Barometers ergeben, für den die Industrie- und Handelskammern bundesweit 2.250 Unternehmen befragt haben, darunter 310 Betriebe aus Hessen.

Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), erklärte: „Der Industriestandort Hessen muss Abwanderung befürchten.“ So haben bereits 2,6 Prozent der Unternehmen in Hessen Verlagerungsmaßnahmen realisiert, weitere drei Prozent sind aktuell in der Umsetzungsphase. Knapp vier Prozent planen konkrete Veränderungen. Somit könnte sich der Wegzug von Industrieproduktion und damit auch von Arbeitsplätzen weiter beschleunigen. Der Anteil der Unternehmen in Hessen, die sich mit diesem Thema befassen, liegt mit 9,2 Prozent um fast zwei Prozentpunkte höher als im Bundesdurchschnitt (7,3 Prozent).

 

„Mehr als 16 Prozent der hessischen Unternehmen beurteilen die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit als negativ oder sehr negativ“, erläuterte Eberhard Flammer. Dem Energiewende-Barometer zufolge sehen sich 27 Prozent der Unternehmen mit gestiegenen Energiepreisen (ohne Betrachtung der Strompreise) konfrontiert. Einen Anstieg des Strompreises melden sogar 35 Prozent. Ein Fünftel der Befragten nennt konkrete Probleme bei der Versorgungssicherheit mit Strom oder Gas. „Bei sechs Prozent der hessischen Unternehmen sind hierdurch sogar  die Produktionsprozesse beeinträchtigt“, sagte der Vorsitzende des hessischen Kammerverbundes.

 

Höhere Kosten und geringe Verlässlichkeit: „Diese Kombination ist nicht gut und kann Unternehmen dazu zwingen, über Standortverlagerungen nachzudenken.“ Nicht nur aus diesem Grund müsse sich die Politik geschlossen für den Netzausbau einsetzen und zusätzliche Belastungen von den Energiepreisen abwenden. 

 

Die vergleichende Auswertung der Ergebnisse Hessen zu Deutschland sind unter www.ihk-hessen.de/themen/umwelt/ zu finden.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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„Ja“ zur Entschuldung der hessischen Kommunen von Kassenkrediten, aber kein faktischer Zwang zur weiteren Anhebung der Realsteuerhebesätze.

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Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf die Zahl der Unternehmensgründungen in Hessen aus: „Wer heute den Schritt in die Selbständigkeit wagt, tut dies gut vorbereitet und auf der Basis von qualifizierten Chancen“, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), Eberhard Flammer. Die Zahl der Betriebe, die aus der Not heraus gegründet werden, nimmt hingegen weiter ab. Das ist das Ergebnis des Gründerreports 2017, den die hessischen Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den Handwerkskammern (HWKs) in Hessen aufgestellt haben.

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