Steuerpolitische Vorhaben der Vertreter von CDU, CSU und SPD
Steuerentlastungen werden versäumt

Der hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) fordert die Koalitionäre in Berlin auf, den Verzicht auf eine Steuerreform nochmals zu überdenken. Angesichts der höchsten Steuereinnahmen in der bundesdeutschen Geschichte und hoher Überschüsse in den öffentlichen Haushalten muss mehr drin sein als nur eine Mini-Entlastung beim Solidaritätszuschlag ab dem Jahr 2021.

„Mit dem Auslaufen des Solidarpaktes im Jahr 2019 bedeutet das im Koalitionsvertrag beschriebene Vorhaben, den Solidaritätszuschlag erst im Jahr 2021 abzusenken genau genommen eine Steuererhöhung für das Jahr 2020“, betont Dr. Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der IHK Gießen-Friedberg und Federführer Steuern des HIHK. „Gravierender ist jedoch die Tatsache, dass der Soli nicht komplett abgeschafft werden soll, sondern nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze. Für höhere Einkommensbezieher und die vielen Familienunternehmen, die seit Jahren Hauptsteuerzahler der sprudelnden Einkommensteuer sind, wird es jedoch bestenfalls eine Mini-Entlastung geben. Dabei wäre eine grundsätzliche Entlastung bei der Einkommensteuer dringend geboten.“

 

Normalverdienende Unternehmer oder Arbeitnehmer liegen heute sehr schnell in der Nähe des Spitzensteuersatzes im Einkommensteuertarif. Der Spitzensteuersatz wird aktuell mit weniger als dem Doppelten des durchschnittlichen Haushaltseinkommens erreicht. Im Jahr 1970 war dies erst mit dem siebenfachen Durchschnittseinkommen der Fall. Den Einkommensteuerzahlern verbleibt Netto zu wenig vom Brutto. Insbesondere mittlere Einkommen werden durch den Knick im Lohn- und Einkommensteuertarif (sogenannter Mittelstandsbauch) hoch belastet.

 

„Hier sollte eine Steuerreform ansetzen. Die derzeit gute wirtschaftliche Lage bietet zudem die Chance, die Grundlage dafür zu schaffen, dass auch in zehn Jahren neue Arbeitsplätze entstehen. Leider wird die Wirtschaft hierzulande durch den Koalitionsvertrag insgesamt belastet, während wichtige Wettbewerber wie USA, China oder Frankreich gerade auf Steuerentlastungen setzen“, bemerkt Leder.

Weitere Informationen: Klaus Linke
Pressemeldungen
22.06.2018 Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda für Frankfurt Rhein-Main unverzichtbar

Die Kinzigtalbahn zwischen Gelnhausen – Fulda ist seit 2008 durch den Güter-, Personennah- und -fernverkehr mit 250 bis 300 Zügen pro Tag chro-nisch überlastet. Seit den 90er Jahren gibt es deshalb Überlegungen für eine Fernverkehrstrasse, um die Kapazitäten zu erweitern. Die geplante Neubau-strecke ist das zweite Teilstück des Gesamtvorhabens Aus- und Neubaustre-cke Hanau–Würzburg/Fulda–Erfurt.

14.06.2018 Wasserkosten der Unternehmen in Hessen sehr unterschiedlich
153.000 Euro Preisunterschied pro Jahr und Standort

Die Wasserkosten der Unternehmen in Hessen fallen sehr unterschiedlich aus. Sie sind in den teuersten Kommunen bis zu viermal höher als in den günstigsten Kommunen. Wobei der Anteil der Abwasserkosten an den gesamten Wasserkosten bis zu 80 Prozent betragen kann und somit als der Kostentreiber gilt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Frisch- und Abwassermonitors des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

alle Meldungen

DIHK-Thema der Woche
24.05.2018:
Alternativen zu Fahrverboten: Tür für nachhaltige Lösungen bleibt offen Lesen Sie hier mehr
IHK-Kontakt

Bitte wählen Sie eine IHK in Ihrer Nähe.
Die Service Center unserer hessischen IHKs stehen Ihnen gerne zur Verfügung


IHK Darmstadt Rhein Main Neckar
Tel.: +49 6151 871-0
www.darmstadt.ihk.de

IHK Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 2197-0
www.frankfurt-main.ihk.de

IHK Fulda
Tel.: +49 661 284-0
www.ihk-fulda.de

IHK Gießen-Friedberg
Tel.: +49 641 7954-0
www.giessen-friedberg.ihk.de

IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
Tel.: +49 6181 9290-0
www.hanau.ihk.de

IHK Kassel-Marburg
Tel.: +49 561 7891-0
www.ihk-kassel.de

IHK Lahn-Dill
Tel.: +49 2771 842-0
www.ihk-lahndill.de

IHK Limburg a. d. Lahn
Tel.: +49 6431 210-0
www.ihk-limburg.de

IHK Offenbach am Main
Tel.: +49 69 8207-0
www.offenbach.ihk.de

IHK Wiesbaden
Tel.: +49 611 1500-0
www.ihk-wiesbaden.de


Büro des Hessischen Industrie- und Handelskammertages
c/o IHK Lahn-Dill
Am Nebelsberg 1
35685 Dillenburg

Tel.: +49 2771 842-1100
Fax: +49 2771 842-1190

info@ihk-hessen.de