Dritte Änderung des Landesentwicklungsplans
Chancen nicht genutzt

Die dritte Änderung des Landesentwicklungsplans hätte die Chance bieten können, den Wirtschaftsstandort Hessen zu stärken, eine geeignete Lösung der zunehmenden Wohnungsknappheit zu finden und die Rahmenbedingung für eine strategische Flächenplanung zu schaffen. „Diese Gelegenheit wurde mit den Änderungen aus den vorgelegten Planunterlagen leider nicht genutzt“, sagte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

Enttäuscht zeigte sich Flammer vor allem über die geplante Änderung, Wohnnutzung in Gewerbegebieten zu ermöglichen: „Anstatt den Verdrängungsprozessen und Nutzungskonflikten zwischen Wohnen und Gewerbe entgegenzuwirken, werden diese verschärft. “Dieser geplante Schritt könne nicht das Heilmittel für die Wohnungsknappheit sein und müsse unbedingt verhindert werden. „Unternehmen müssen sich entwickeln können, um auch künftig erfolgreich zu sein“, betonte Eberhard Flammer. Der Landesentwicklungsplan solle Wege zur Bereitstellung von Flächensowohl für das Wohnen, als auch für die Entwicklung von Gewerbe aufzeigen.

 

Der Hessische Industrie- und Handelskammertag unterstützt den Grundsatz, dass es zuerst zu einer Nachnutzung von Brachflächen durch Industrie oder Gewerbe kommen soll, bevor Flächen im Außenbereich ausgewiesen werden. Allerdings: Häufig kommen Brach- oder Innenstadtflächen aufgrund fehlender  Erschließung, Umgebungsbebauung oder umweltrechtlicher Vorgaben nicht für eine gewerblich-industrielle Nachfolgenutzung in Frage. Die Ansiedlung von Gewerbe auf Brachflächen und Innenstadtflächen sei außerdem häufig aufgrund von Nutzungskonflikten auf „nicht störende“ beziehungsweise „nicht wesentlich störendes Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe“ beschränkt.
„Hier besteht dringender Handlungsbedarf, und hier wünschen wir uns einen Landesentwicklungsplan, der konstruktive Lösungen ermöglicht“, betonte der HIHK-Präsident.

Ansprechpartner: Klaus Linke
Pressemeldungen
22.06.2018 Planungen zur Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft
HIHK besorgt über mögliche Benachteiligung Hessens

Hessen geht nach den aktuellen Planungen des Bundes bei den Niederlassungen der neuen Fernstraßenverkehrsinfrastrukturgesellschaft leer aus. Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammer-tages (HIHK), bekräftigt daher die Befürchtung der hessischen Wirtschaft, „dass die Instandhaltung der Autobahnen in Hessen dann nicht mehr im erforderlichen Umfang gewährleistet ist.“

22.06.2018 Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda für Frankfurt Rhein-Main unverzichtbar

Die Kinzigtalbahn zwischen Gelnhausen – Fulda ist seit 2008 durch den Güter-, Personennah- und -fernverkehr mit 250 bis 300 Zügen pro Tag chro-nisch überlastet. Seit den 90er Jahren gibt es deshalb Überlegungen für eine Fernverkehrstrasse, um die Kapazitäten zu erweitern. Die geplante Neubau-strecke ist das zweite Teilstück des Gesamtvorhabens Aus- und Neubaustre-cke Hanau–Würzburg/Fulda–Erfurt.

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