Aktivitätenprogramm des HIHK zur Integration von Flüchtlingen: Ausbildungsreife und Berufsorientierung umfassend ausbauen

Vom 26. bis 29. März 2018 veranstaltet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gemeinsam mit der Pittler Pro Region Berufsausbildung GmbH und der Schoder GmbH, beide in Langen, zum fünften Mal ein Berufsorientierungscamp für junge geflüchtete Menschen. Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) sein am 27. März 2018 beschlossenes Aktivitätenprogramm zur Integration von Flüchtlingen vor.

Dr. Brigitte Scheuerle, HIHK-Federführerin für das Thema Berufliche Bildung erklärte: „Das Berufsorientierungscamp ist ein hervorragendes  Beispiel für die vielen Aktivitäten der hessischen IHKs zur Integration von Flüchtlingen. Im vergangenen Jahr haben über 730 junge Menschen aus den Hauptherkunftsländern bei hessischen IHK-Unternehmen eine Berufsausbildung begonnen. Allerdings sehen wir bei der Ausbildungsreife und der Berufsorientierung dringenden politischen Handlungsbedarf. Mit unserem Aktivitätenprogramm zeigen wir für Politik und Arbeitsmarktakteure weitere wichtige Handlungsfelder auf. So ist unter anderem eine Sprachförderung mit homogenen Klassen, berufsbezogenen Inhalten und Angeboten  für höhere Sprachniveaus dringend notwendig. Darüber hinaus sollten Jobcenter auch bei Flüchtlingen, die älter als 25 Jahre sind, das Förderinstrument der Einstiegsqualifizierung einsetzen. Die IHKs stellen dort teilweise Unkenntnisse über diese Angebote fest.“

 

IHK-Referentin Jana Maria Kühnl ergänzte: „Wir haben nach wie vor das Problem, dass die meisten Geflüchteten unsere deutschen Berufsbilder nicht kennen. Das möchten wir mit unseren Berufsorientierungstagen ändern, damit die Wahl auf den richtigen Ausbildungsberuf fällt.

 

32 Teilnehmer, zwischen 16 und 27 Jahre alt und mit entsprechenden sprachlichen Grundkenntnissen, testen in der Woche ihre Fähigkeiten im technischen Bereich. Kühnl: „Auf das Ausprobieren in verschiedenen Fertigkeiten von 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr bei Pittler folgt im Anschluss ein Unternehmensbesuch bei der Schoder GmbH. Dort können die Jugendlichen Metallverarbeitung aus nächster Nähe kennenlernen. Das Berufsorientierungscamp dient vor allem dazu, den jungen Menschen die technische Ausbildung näher zu bringen. Die Teilnehmer können Fähigkeiten erfahren und erlernen, die später überwiegend in der technischen Ausbildung, beispielsweise zum Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker, gebraucht werden.“

 

An acht Stationen betreuen Auszubildende und Ausbilder von Pittler Pro Region die Teilnehmer, die darüber hinaus Einblicke in die Werkstatt und die tägliche Arbeit bekommen.

 

Kühnl: „Im Anschluss an das Berufsorientierungscamp bespreche ich gemeinsam mit den Geflüchteten und den Betreuern wie es weiter gehen kann. Hier machen wir einen Plan. Ist noch Deutschförderung notwendig? Kann es direkt in eine Ausbildung gehen? Ist die Einstiegsqualifizierung eine geeignete Option? Diese Fragen müssen zunächst geklärt werden. Natürlich halten wir auch schon Ausschau nach geeigneten Kandidaten für unser Programm Einstiegsqualifizierung und Sprache, das ab Sommer in die zweite Runde gehen wird."

 

Infos zum Aktionsprogramm zur Integration von Flüchtlingen unter
www.ihk-hessen.de.

 

Infos zu den Berufsorientierungstagen unter www.offenbach.ihk.de/P4688/|

 

Infos zu „Einstiegsqualifizierung und Sprache - die Ausbildung für Flüchtlinge" unter www.offenbach.ihk.de/P4880

 

Infos zum IHK-Projekt „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“: Jana Maria Kühnl, Telefon (069) 8207-341, E-Mail kuehnl@offenbach.ihk.de, Internet www.ihkof.de/fluechtlinge

Weitere Informationen: Klaus Linke
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