Wirtschaft fordert Programmauftrag ein
Umfrage unter den Hessischen IHKs ergibt klares Petitum für Qualitätsjournalismus / Quoten sehr umstritten

Mit einem Gebührenanteil von über neun Prozent sind die Unternehmer die größte Gruppe der Fernsehzuschauer. Im Rahmen der Debatte um eine weitere Erhöhung der Rundfunkgebühren und um mögliche Umstrukturierungen des Systems meldet sich die Hessische Unternehmerschaft mit einer klaren Erwartungshaltung an Radio und Fernsehen von ARD und ZDF. Eine Umfrage unter den Mitgliedern der Vollversammlungen aller Hessischen IHKs ergab ein klares Petitum für den Fortbestand des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks (ÖRR – ARD, ZDF, Deutschlandradio, ARTE). Doch verbinden die Unternehmer, deren Unternehmen nach Mitarbeiterzahl und Niederlassungen gestaffelt Rundfunkgebühren leisten, klare Forderungen an das Angebot von Radio und Fernsehen.

Die vergleichsweise große Beteiligung der Unternehmer an der Befragung (376 Teilnehmer bzw. 64 Prozent der Vollversammlungsmitglieder) zeigt, dass die medienpolitische Debatte um den Fortbestand und die inhaltliche Qualität der Sender für Wirtschaftstreibende von großem Interesse ist. Dabei zeigte sich ein überraschend klares Profil, welche Inhalte sie von den Programmen erwarten. Weltnachrichten, regionale Nachrichten und Informationssendungen werden als wichtigste Bestandteile beurteilt. Musiksendungen, Unterhaltung, Talkshows und Shows erteilt dagegen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten eine Absage. 65 Prozent der Befragten schätzen hingegen Hintergrundberichterstattung und 57 Prozent Kulturberichte hoch ein. Das Ergebnis zeigt, dass Unternehmen ein gutes Kulturangebot ihrer Medien auch als Standortfaktor verstehen.

 

Der Wirtschaftsberichterstattung wird eine sehr hohe Bedeutung eingeräumt. 78 Prozent der Befragten halten die Wirtschaftsberichterstattung im ÖRR für wichtig bzw. relevant und zutreffend.

 

Jeder zweite Unternehmer ist der Ansicht, dass die Einschaltquoten der Sender auf deren Programmauswahl nicht die entscheidende Rolle haben sollten und dass eine solche Orientierung an den Einschaltquoten sogar schädlich für eine objektive Programmauswahl sein kann.

 

Findet die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen Sender im Internet statt? 68 Prozent der Befragten sagen ja, „wenn ARD und ZDF sich nicht dorthin verlagern, sind sie nicht zukunftsfähig.“ 67 Prozent der Unternehmen wollen das Angebot des ÖRR auch im Internet erhalten können.

 

Weniger eindeutig ist das Bild der Antworten auf die Frage nach den Text-Angeboten der ÖRR im Internet. 28 Prozent der Befragten meinen, dass Zeitungsverlage sich zu Recht gegen Texte und Artikel des ÖRR im Internet wehren, 44 Prozent meinen das nicht. Wenn die ÖRR Filme im Internet zeigen, sehen 42 Prozent der Unternehmer darin eine gebührenfinanzierte Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Angeboten. 29 Prozent der Befragten sehen darin keine Konkurrenz, und ebenfalls 29 Prozent wollen sich in diesem Punkt nicht festlegen.

 

Aus den Reihen der Politik wird im Zuge der Finanzierungsdebatte immer wieder die Frage nach einer Präzisierung des Programmauftrages gestellt. Die Umfrage der Hessischen IHKs zeigt, dass die Unternehmerschaft die Anstrengung um eine Fokussierung des Programmauftrags nachdrücklich unterstützt und dabei klare Erwartungen an die Programmqualität sowie Umfang und Verbreitung des angebotenen Programms hat.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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