Aktuelle HIHK-Umfrage: Konjunktur bleibt auf hohem Niveau
Fachkräftemangel größte Sorge der hessischen Wirtschaft

Die hessische Wirtschaft bleibt weiterhin sehr gut aufgestellt. Geschäftslage und -erwartungen bewegen sich auch im Frühsommer auf hohem Niveau. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

Die Hälfte der Betriebe berichtet von einer guten Geschäftslage, weitere 44 Prozent sind mit der Lage zufrieden. Auf die kommenden Monate blicken 24 Prozent der Unternehmen optimistisch, 67 Prozent gehen von einer etwa gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus. Im Ergebnis sinkt der Klimaindex leicht um zwei Punkte. „Mit 128 Punkten bewegt er sich aber weiterhin deut-lich über dem langjährigen Durchschnitt“, erklärt HIHK-Präsident Eberhard Flammer.


Der Investitionssaldo liegt mit 15 Punkten nur geringfügig unter dem Allzeithoch zu Jahresbeginn. Die Beschäftigungsdynamik bleibt hoch. Zwei Drittel der Unternehmen wollen den aktuellen Personalstand halten, 23 Prozent neues Personal einstellen und nur jeder zehnte Betrieb den Personalbestand reduzieren. „Für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Unternehmen bleibt der Fachkräftemangel der größte Risikofaktor“, so Flammer.


Von den wichtigen Einzelindikatoren der HIHK-Konjunkturumfrage erfahren die Exporterwartungen den deutlichsten Rückgang. Während in der Vorumfrage noch 35 Prozent der Unternehmen mit zunehmenden Exporten gerechnet haben, sind es derzeit nur noch 30 Prozent. Trotzdem liegen die Erwartungen weiterhin auf einem hohen Niveau und oberhalb des Vorjahresniveaus.

 

„Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der EU treibt den Exporteuren aber Sorgenfalten auf die Stirn“, sagte HIHK-Präsident Eberhard Flammer. Dafür spreche auch der aktuelle Anstieg der Auslandsnachfrage als Geschäftsrisiko für die kommenden Monate. Die Erwartungen gehen bei den exportierenden Industrie- und Dienstleistungsbetrieben zurück. „Die Industrie zeigt sich dabei jedoch skeptischer als die Dienstleister“, verdeutlicht der HIHK-Präsident.


Der Fachkräftemangel bleibt die größte Sorge der hessischen Wirtschaft. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) sehen hierin ein Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Damit wurde der Spitzenwert der Vorumfrage noch übertroffen. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind für 40 Prozent der Unternehmen weitere mögliche Wachstumshemmer. Hier nennen die Unternehmen vor allem die zunehmende bürokratische Belastung und die internationalen Handelsstreitigkeiten. Eine abnehmende Inlandsnachfrage stellt für 38 Prozent der Betriebe ein Risiko dar. Den deutlichsten Anstieg unter den Geschäftsrisiken verzeichnet die Auslandsnachfrage. „Mit 14 Prozent der Unternehmen bewegt sich die Betroffenheit jedoch insgesamt noch auf einem niedrigen Niveau“, so Flammer.


Für die Konjunkturumfrage werden dreimal im Jahr 9.000 hessische IHK-Mitgliedsunternehmen befragt. Weitere Ergebnisse, auch aus den einzelnen Branchen, sind im Konjunkturbericht des Hessischen Industrie- und Handelskammertages erläutert.

Weitere Informationen: Klaus Linke
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