IUBA - Internationale Unternehmen bilden aus

IUBA war ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs und der INBAS GmbH. Ziel war, Unternehmer mit Migrationshintergrund über das duale Ausbildungssystem in Deutschland zu informieren und zu beraten.

Viele Migrantinnen und Migranten sind schon seit langem in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dort sollen sie auch öffentlich wahrgenommen und gewürdigt werden, so die Forderung vieler, die sich mit Integrationspolitik beschäftigen.
 

Die IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen verbucht in diesem Zusammenhang den Erfolg in ihrem Projekt IUBA gleich doppelt. IUBA zählt zu den Projekten in Deutschland, die die meisten Ausbildungsplätze in ausländischen Unternehmen akquiriert haben. Zum anderen hat es den internationalen und Migrantenunternehmen die Türen in die Institution Industrie- und Handelskammer geöffnet.
 

Für die IHK Frankfurt, die die Initialzündung in Hessen gab, stand die Ansprache ausländischer Unternehmen zum Thema Berufsausbildung im Vordergrund. Die Industrie- und Handelskammern betreuen lange vor dem Projekt Existenzgründer und Unternehmer nichtdeutscher Herkunft.

Das hessische Projekt "IUBA" - Internationale Unternehmen bilden aus: 2001 - 2010:

IUBA war ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs und der INBAS GmbH. Die Hessische Landesregierung startete im Jahr 2001 das Projekt "Integration durch Ausbildung", dem im Oktober 2004 und im Juli 2008 die Projekte "IUBA - Internationale Unternehmen bilden aus I und II" folgten. Ziel dieser Projekte war es, Unternehmer mit Migrationshintergrund über das duale Ausbildungssystem in Deutschland zu informieren und zu beraten. Zu diesem Zweck waren in den IHKs Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Lahn-Dill und Kassel Ausbildungsberaterinnen und -berater mit Sonderaufgaben - kurz "Sonderberater" genannt - im Einsatz. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit insgesamt über 3 Mio. Euro.
 

Nach neun Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zogen die Projektpartner von IUBA, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik Bilanz. 4.666 Ausbildungsplätze wurden seit dem Projektstart im Jahr 2001 in Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung hessenweit geschaffen - mehr als die Hälfte davon im IHK-Bezirk Frankfurt am Main. Damit ist IUBA in Sachen Ausbildungsplatzakquise das erfolgreichste Projekt bundesweit.
 

Modellprojekte sind dazu da, neue Konzepte zu entwickeln und Strategien zu erproben. Erfolgreich sind sie dann, wenn sie sich etablieren und die Nachhaltigkeit gewährleistet ist, also eigentlich dann, wenn die Projekte sich selbst überflüssig gemacht haben. In diesem Sinne war das Projekt IUBA sehr erfolgreich: Internationale Unternehmen stehen viel stärker im Fokus als vor neun Jahren, ihr Beitrag zum hessischen Wirtschaftsgeschehen und zu der positiven Ausbildungsbilanz ist unverkennbar.
 

Dieses Projekt ist ein wesentlicher Baustein der IHK Akquiseanstrengungen im Rahmen des Hessischen Ausbildungspakts. Es hat dazu beigetragen, dass die hessischen Unternehmer die Zahl der unterschriebenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren deutlich gesteigert haben, sodass es im Rhein-Main-Gebiet teilweise sogar schon mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber gibt. Das bedeutet aber auch, dass der Arbeitsschwerpunkt in Zukunft auf Themen wie den drohenden Fachkräftemangel und dem Matching zwischen Betrieben und Ausbildungsplatzsuchenden liegen muss.
 

IUBA hat erreicht, dass die IHK Organisation nun hervorragende Kontakte zu den verschiedenen Wirtschaftverbänden hat. So entstand ein Netzwerk, das auch für andere Geschäftsbereiche hochinteressant ist.  
 

Nach dem Projektende werden die Konzepte und Arbeitsansätze weiter gegeben. Die hessischen IHKs planen gemeinsam mit der Handwerkskammer Rhein-Main neue Aktivitäten zur Unterstützung der Ausbildungsbereitschaft internationaler Unternehmen.

Weitere Informationen: Dr. Brigitte Scheuerle
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