Hessische Verkehrsumfrage

Die hessischen IHKs und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung haben zwischen dem 1.07. und 31.07.2014 die hessischen Unternehmen befragt, wie sie die Verkehrsinfrastruktur in Hessen beurteilen.

Viele Unternehmen klagen über den Zustand der Verkehrsinfrastruktur in Hessen. Dies ist ein Ergebnis der ersten gemeinsamen Umfrage des Hessischen Verkehrsministeriums und der hessischen Industrie- und Handelskammern. Die Antworten der knapp 2.500 Unternehmen, die an der Online-Umfrage 2014 teilnahmen, zeigen, dass die Verkehrsinfrastruktur für die Unternehmen einer der entscheidenden Standortfaktoren ist. 80 Prozent der Befragten messen einer leistungsfähigen Infrastruktur eine große bis sehr große Bedeutung bei.

 

Schiene

Fast jeder vierte hessische Unternehmer gibt an, dass der Neu- und Ausbau der Schienenwege wichtig oder sehr wichtig für sein Unternehmen ist. Zum Stand der Schieneninfrastruktur ergab die Umfrage, dass jedes siebte Unternehmen mit Beeinträchtigungen in den Betriebsabläufen zu kämpfen hat, weil es Engpässe beim Schienenverkehr gibt. Häufig werden Verspätungen und lange Transportzeiten bemängelt.

 

Straße

Das wachsende Verkehrsaufkommen führt zu einem beschleunigten Verschleiß vieler Straßen, Bahnstrecken, Schleusen und Wasserwege. In Hessen sind insgesamt 600 Brücken sanierungsbedürftig – das sind zehn Prozent aller Brücken in Hessen. In der Verkehrsumfrage stehen Brücken- und Straßensperrungen als größtes Sorgenkind auf der Liste der Unternehmen: 73 Prozent fühlen sich stark bis sehr stark beeinträchtigt.

Als ähnlich gravierend erweist sich das Problem maroder Straßen – insbesondere in den Kommunen. Drei von vier Unternehmern beschreiben den Zustand der kommunalen Infrastruktur als schlecht.


Finanzierung

Alle Verkehrsträger sind seit Jahrzehnten unterfinanziert, obwohl über Lkw-Maut und Steuern genügend Einnahmen aus dem Verkehrssektor an den Bund fließen. Seit langem fordert die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, dass vor allem für Hessen als eines der am stärksten durchfahrenen Transitländer dauerhaft mehr Mittel für die Verkehrsinfrastruktur vorgesehen werden müssen, sowohl für die Erhaltung der Infrastruktur, als auch für Aus- und Neubaumaßnahmen.

 

Flughafen

Die ARGE sieht die Grenzen der Anpassungsfähigkeit erreicht. Der Flughafen ist das Weltersatzteillager und damit für alle produzierenden Unternehmen das Nadelöhr. Einige Firmen wickelten aufgrund des Nachtflugverbotes bereits Teile ihrer Fracht oder Dienstreisen über andere Flughäfen ab. Die ARGE weist auch auf die Bedeutung des Flughafens für den Fortbestand von Unternehmensniederlassungen aus dem Ausland hin. Die Firmenzentralen in Übersee verfolgen die Entwicklungen vor Ort sehr sensibel, und ihre Investitionsentscheidungen hängen maßgeblich vom Flughafen ab.

 

Betriebliches Mobilitätsmanagement

Der Umfrage zufolge haben schon gut die Hälfte der Unternehmen Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz im Verkehrsbereich umgesetzt. Davon hat die Mehrheit in ihren Fuhrpark investiert. Bemerkenswert ist auch, dass fast jedes vierte Unternehmen sich für betriebliches Mobilitätsmanagement engagiert, also Angebote wie Jobtickets, Förderung des Radverkehrs durch Abstell- und Umkleidungsmöglichkeiten, Organisation von Fahrgemeinschaften und Optimierung von Dienstreisen. Auch jenseits des Werkstores kann einiges erreicht werden für die Erreichbarkeit des Standorts – z.B. in einem Gewerbegebiet. Um das Thema auch für die Mehrheit der Unternehmen praktisch zugänglich zu machen, bieten die IHKs Darmstadt und Frankfurt  zusammen mit der IVM GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region FrankfurtRheinMain) das kostenfreie Beratungsangebot „südhessen effizient mobil" an.

 

 

 

Umfrageergebnisse - Eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur für einen wettbewerbsfähigen Standort

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Pressemeldung

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Präsentation der Pressekonferenz

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Fragebogen hessische Verkehrsumfrage 2014

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Weitere Informationen: Dr. Alexander Theiss
Pressemeldungen
27.11.2017 Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) diskutiert
Hessen braucht Beschleunigung beim Ausbau der Infrastruktur

„Der Verkehr in Hessen wird weiter wachsen und die Straße allein wird das Aufkommen nicht bewältigen können“, so Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), in seiner Rede anlässlich der Diskussionsveranstaltung „Der ÖPNV nach der Wahl: Fit für die digitale Zukunft und nachhaltig finanziert?“ in Frankfurt.

23.11.2017 Weiterbildung lohnt sich:
Beste IHK-Absolventen Hessens in Wiesbaden ausgezeichnet

Jedes Jahr absolvieren hessenweit über 3.500 Fachkräfte eine anerkannte IHK-Weiterbildung. Die Teilnehmer mit den besten Abschlüssen aus dem Prüfungsjahrgang Winter 2016/17 und aus dem Frühjahr 2017 wurden heute (23. November 2017) Abend im Wiesbadener Staatstheater von Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, und Tatjana Trömner-Gelbe, Vizepräsidentin der IHK Wiesbaden, stellvertretend für die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, ausgezeichnet.

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